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Das Portrait


Louis van Gaal - Bayern München: Meister 2010

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Louis van Gaal

Louis van Gaal - der Meistermacher 

,,Louis ist ein grundehrlicher Mensch, ich liebe ihn sehr‘‘ - Truus van Gaal über ihren Gatten Louis van Gaal

Gespräch mit Louis van Gaal und dessen Frau Truus während der Präsentation seiner Autobiografie in Amsterdam

Von HELMUT HETZEL

Amsterdam. Zur Präsentation seiner Autobiografie, Titel: ,,Louis van Gaal - Meine Leben meine Vision'' hatte sich der Trainer von Bayern München eine seiner ehemaligen Wirkungsstätten ausgesucht - die Amsterdam Arena, das Fußball-Wallhalla der Niederlande. Dort bekannte Louis van Gaal (58) zur Präsentation seines Buches: ,,Das ist mein Lebenswerk. Ich habe zwei Jahre lang darüber nachgedacht, ob ich dieses Buch schreiben soll. Heute zur Präsentation habe ich eigens meinen niederländischen Ritter-Orden angelegt, weil ich stolz darauf bin, dass ich dieses Buch präsentieren darf. Ich habe selbst in das Projekt investiert, dafür sogar eine eigene Firma gegründet, und ich habe bewusst einen kleinen Verlag ausgewählt, der das Buch herausbringt,‘‘ kündigt van Gaal wie immer von Selbstbewusstsein strotzend an.

 

Der King

 

Diese Worte sagte Louis van Gaal im Oktober 2009 in Amsterdam, als der heutige Meistermacher Louis van Gaal mit seinem Lieblingsclub Bayern München noch nicht so erfolgreich war wie heute. Damals war sein Job als Trainer in München gefährdet. Fast wäre er gefeuert worden. Aber der Niederländer war auch in der Krise stoisch und ruhig und von sich selbst überzeugt: ,,Ich bin ein Prozesstrainer, ich brauche Zeit,‘‘ sagte er damals. Er hatte recht. Jetzt ist er deutscher Meister und hat sogar noch die Chance mit dem FC Bayern das Triple zu schaffen: Die Champions League zu gewinnen und den deutschen Pokal zu holen.

Das Buch besteht aus zwei Teilen, der Autobiografie über das Leben des Louis van Gaal und, zweiter Teil, der Vision von van Gaal über seine Fußball-Philosophie.

Van Gaal lässt sich während der Präsentation seines Buches nicht von einem prominenten niederländischen Präsentator ankündigen, sondern von seinen drei Kartenspielerfreunden Ger, Henny und Ruud mit denen er seit drei Jahrzehnten regelmäßig ,,Klaverjassen‘‘ spielt. ,,Klaverjassen‘‘ das ist Belote oder Klammern oder Jass wie das Kartenspiel im deutschsprachigen Raum auch genannt wird. Seine drei Karten-Kumpel erlauben sich einen Scherz während der Moderation. Sie zeigen eine Fotomontage: Louis van Gaal mit als Stan Laurel neben Oliver Hardy. Dann kündigen sie ihn mit dem Satz an: ,,Jetzt kommt er, jetzt kommt der King, Louis van Gaal.‘‘

So dürfte sich van Gaal derzeit in München wohl fühlen - als König in Bayern - als der King des FC Bayern. Das ist er zweifellos.

 

Louis Rede in München am 9. Mai 2010

 

 

 

 

In der ersten Reihe in der zahlreiche Stühle für die Familie van Gaal und für Mitarbeiter, die zum Entstehen der Autobiografie beigetragen haben, reserviert sind, sitzt während der Buchpräsentation auch seine Frau Truus.

 

Mehr von mir über Louis van Gaal  unter diesem Link:

 

http://www.eo.nl/programma/knevelenvandenbrink/page/-/home.esp

 

Truus, die er nach dem Tod seiner ersten Frau Fernanda, 1994 kennenlernte und erst vor zwei Jahren in Portugal geheiratet hat, kann an diesem Abend in der Amsterdam Arena wieder einmal mächtig stolz auf ihren Louis sein, so wie jetzt auch, nachdem ihr Louis mit dem FC Bayern deutscher Meister wurde. Für Bayern ist es der 22. Titel. Für Louis der erste mit den Bayern.

Auch für seine Frau Truus ist Louis der King. ,,Ich liebe ihn sehr. Er ist ein durch und durch ehrlicher Mensch. Ein Mann mit harter Schale aber weichem Kern,‘‘ sagt sie damals in der Amsterdam Arena im Gespräch mit HM HetzelMedia. ,,Ja,‘‘ so gesteht sie, ,,Louis ist auch sehr emotional, er kann aufbrausend und hart sein. Es tut mir dann leid, wenn er eine schlechte Presse hat. Ich sage ihm immer: Der Ton macht die Musik. Aber ich glaube in den letzten Jahren ist er auch milder geworden. Im Alter wird man milder. Wir sind sehr glücklich miteinander. Wenn er nach einem harten Arbeitstag zu mir nach Hause kommt, sagt Louis oft: ,,Truus wir haben es so gut miteinander.‘‘


Es ist phantastisch für ihn, dass er jetzt Bayern München trainieren kann. Bayern, das war immer sein Traum-Club. Ich gönne ihm das. Wir fühlen uns sehr wohl in München und sind dort phantastisch aufgenommen worden. Ich wollte nach Barcelona mit Louis auch noch einmal ins Ausland. Jetzt sind wir in München.‘‘ Und Meister mit Bayern München.

Mir san mir

Louis van Gaal wusste es schon immer. ,,Bayern und München, dass passt zu mir. Wir haben dieselbe Mentalität. Ich bin dort sehr herzlich aufgenommen worden, auch von den Spielern. Es ist, als hätte man mir einen warmen Mantel um die Schultern gelegt. Mir san mir.‘‘ Den typisch bayrischen Satz spricht er schon ohne niederländischen Akzent aus.

Nur mit einem kulinarischen Schmankerl, das viele Bayern lieben, habe er sich noch nicht so richtig anfreunden können. Es sind die Knödel, insbesondere die Semmelknödel, die der Bayern-Trainer bisher verschmäht. ,,Die habe ich bis jetzt immer links liegen gelassen,‘‘ sagt ein gut gelaunter Louis van Gaal, der sich an jenem Abend in der Amsterdam Arena auch mit allen anwesenden Journalisten bestens versteht. Es werden auch keine dummen Fragen gestellt.


Dass ihr Mann ,,ein Diktator‘‘ und eine ,,arrogante Person‘‘ sei, wie manche früher meinten, das weist seine Gattin Truus resolut zurück. ,,Das wird zwar oft über ihn geschrieben und gesagt, aber so ist Louis nicht. Louis ist ein Mann der Argumente. Er kann auch zuhören. Wenn man ihm gegenüber gute Argumente vorbringt, lässt er sich auch überzeugen.‘‘ Außerdem habe ihr Mann bestimmte Prinzipien: ,,Disziplin, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Ordnung, Respekt vor anderen Menschen. Louis lügt nicht. Er nennt die Dinge einfach beim Namen. Er ist aufrecht und ehrlich.‘‘


Louis van Gaal: Mein Leben - meine Vision, zwei Bände, Publish Unlimited, Amsterdam 2009, 49,50 Euro. Bisher nur auf Niederländisch.


/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 22. Mai 2010 um 07:34 Uhr
 

Fritz Behrendt - Ein Karikaturist mit Herz und Humor

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Fritz Behrendt

          

               Ein sanfter Mann mit spitzer Feder 

 Fritz Behrendt - Abitur

              

               Ein Nachruf auf Fritz Behrendt

 

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Seine letzte Karikatur zeigt: St. Nikolaus und den in den Niederlanden als ,,Knecht Ruprecht‘‘ fungierenden Helfer von St. Nikolaus, den ,,Zwarte Piet.‘‘ Der ,,Zwarte Piet‘‘ (Schwarzer Piet) gibt seine Bekleidung zurück an St. Nikolaus. Fritz Behrendt schrieb darunter: ,,Sorry St. Nikolaus, aber Obama meint, das passt nicht mehr.‘‘

Typisch Fritz. Typisch die hintersinnige oft mit Humor, manchmal auch mit Sarkasmus gespickte Kritik des großen Karikaturisten Fritz Behrendt. Mit dieser, seiner letzten Karikatur, die er kurz bevor er ganz plötzlich in seiner zweiten Heimatstadt Amsterdam am Nachmittag des 4. Dezember verstarb, noch rechtzeitig vor Redaktionsschluss an die Amsterdamer Tageszeitung ,,De Telegraaf‘‘ übermitteln konnte, griff Behrendt ein Tabu in seiner Wahlheimat Holland an.

Den ,,Zwarte Piet,‘‘ einem Mohr, der in den Niederlanden jetzt überall wieder zu sehen ist als ein dümmlicher Helfer des St. Nikolaus. Wie Behrendt meinen viele Niederländer: Die Rolle des ,,Zwarte Piet‘‘ ist Diskriminierung pur. Da mit Barack Obama ein Schwarzer ab 20. Januar 2009 Präsident der Vereinigten Staaten sein wird, ist es höchste Zeit, dass diese Diskriminierung von Schwarzen in Form des ,,Zwarte Piet‘‘ in den Niederlanden endlich abgeschafft wird. Das war die letzte Botschaft die Fritz Behrendt an seine Landsleute sendete. Der ,,Telegraaf,‘‘ für den der am 17. Februar 1925 in Berlin geborene begnadete Zeichner Fritz Behrendt in den vergangenen 20 Jahren hauptsächlich arbeitete, druckte dessen letztes Werk gestern groß auf Seite eins ab - und meldete gleichzeitig den Tod von Behrendt. Schlagzeile: ,,Seine letzte Zeichnung.‘‘

Fritz Behrendt war an sanfter, ein milder Mann. Feministinnen hätten ihn wohl abwertend als ,,Softie‘‘ bezeichnet. Aber er war ein scharfer Kommentator. Sein Talent, seine politische Kritik in der Karikatur auszudrücken, nutzte er sein Leben lang. Schon als kleiner Junge hat er dieses Talent bei sich entdeckt und es Zeit seines 83jährigen Lebens dann professionalisiert.

Fritz Behrendt am Schreibtisch


Berlin war seine Geburtsstadt, die er trotz allem, was ihm und

seiner Familie von Nazi-Deutschland und vom DDR-Regime

zugefügt  worden ist, bis zu seinem Lebensende liebte.


1937 musste Behrendt mit seiner deutsch-jüdischen Familie sein geliebtes Berlin verlassen. Seine Eltern flohen mit dem damals 12jährigen Fritz nach Amsterdam. ,,Amsterdam war für ihn damals ein kleines geselliges Dorf, hatte nichts von der Weltstadt und der Ausstrahlung von Berlin vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges,‘‘ sagte mir Fritz einmal in einem Gespräch. ,,Ich fühlte mich ein wenig in der Provinz.‘‘

Schon damals sei ihm die ,,Naivität der Niederländer‘‘ in jener Zeit aufgefallen, die diese gegen Hitler und das Nazi-Regime hatten, erinnerte er sich.
Fritz Behrendt wusste, wovon er sprach. 1936 während der Olympischen Spiele in Berlin, machte er seine erste politische Karikatur - es war eine Karikatur von Adolf Hitler, den er damals als Junge schon durchschaute und der Lächerlichkeit preis gab.


Viele, viele politische Karikaturen aus der Feder von Fritz Behrendt sollten folgen. Er zeichnete und kritisierte in seinen Karikaturen in  der New York Times, der Los Angeles Times, der Neuen Kronen Zeitung, Wien, der Berlingske Tidende, Kopenhagen, der Weltwoche, Zürich, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frankfurt am Main,  Het Parool,  Vrij Nederland, Amsterdam, Ma´ariv, Tel Aviv und dem Tagesspiegel, Berlin und zuletzt hauptsächlich für Hollands größte Zeitung, dem ,,Telegraaf.‘‘ Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch den Gothaer Karikaturen-Preis im Jahr 2000.

Nachdem Zweiten Weltkrieg, den Fritz Behrendt nach seiner Verhaftung in Amsterdam, weil er im Widerstand gegen die Nazis war, in einer Todeszelle durchbringen musste, was er durch Glück und wegen des Kriegsendes überlebte, war er zunächst ein begeisterter Sozialist. Das ,,jugoslawische Modell‘‘ von Tito hatte es ihm angetan. Er studierte in Zagreb an der Kunstakademie und wirkte als Freiwilliger am Wiederaufbau des damaligen Jugoslawiens mit.

Der damalige FDJ-Leiter Erich Honecker lud Fritz Behrendt in die DDR ein. Dort arbeitete er als ,,Referent für Sichtwerbung‘‘ und entwarf das Staatswappen der einstigen DDR maßgeblich mit.

Marxisten - aus der Sicht von Fritz Behrendt


Aber Behrendt war den stalinistischen DDR-Genossen zu unbequem. Als ,,Titoist‘‘ wurde er während der von Stalin eingeleiteten ,,Säuberungen‘‘ verhaftet, sechs Monate lang in der DDR eingesperrt. Das wandelte ihn zu einem strammen Anti-Kommunisten. ,,Der Kommunismus ist verludert zu einer grausamen Diktatur,‘‘ stellte er nach seiner Freilassung und der Rückkehr in die Niederlande 1950 schon fest.


50 Jahre lang zeichnete Fritz Behrendt. Seine Werke sind inzwischen auch in vielen Schulbüchern, auf Ausstellungen überall auf der Welt zu sehen. Nur neue Karikaturen aus der kritischen Feder von Fritz und seinem unverkennbaren eigenen Behrendt-Stil, die werden wir künftig missen müssen.

5.12.2008

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 14. Juni 2009 um 16:29 Uhr
 

Louis van Gaal soll Bayern München retten

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Bayrischer Aloisius ruft 

holländischen Aloysius

 

Der Holländer Louis van Gaal ist das Objekt der Begierde von Bayern München

 

 

Ab 1. Juli soll Louis van Gaal Trainer des

FC Bayern München werden

 

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Sein richtiger Vorname lautet: Aloysius. Sein Rufname Louis. Aber allein schon der in der Geburtsurkunde offiziell eingetragene Vorname von Louis van Gaal prädestiniert den geborenen Amsterdamer für einen Arbeitsplatz in München. Schließlich ist Aloysius ein Münchner Orginal. Jeder kennt ihn, den grantelnden Münchner im Himmel.

Denn vom Himmel herab kommentiert die von Ludwig Thoma erfundene Figur des Aloysius (Aloisius)  die Dinge hier auf Erden. Jeder echte Bayer kennt und liebt Aloysius den Ludwig Thoma als Engel im Himmel unsterblich werden ließ, weil der Engel Aloysius nach einigen Stunden des Frohlockens und Hosianna-Singens, die Frage aller Fragen stellt, die in Bayern jedem immer auf der Zunge brennt: ,,Wan kriag i woas zu trinka?‘

Nun soll ausgerechnet so ein noch lebender Aloysius aus Amsterdam nach München kommen, um die Bayern zu retten. Nicht alle Bayern, aber zumindest den Fußballclub Bayern München, der seit dem Rauswurf von Jürgen Klinsmann händeringend nach einem neuen Trainer sucht. Denn der Übergangstrainer Jupp Heynkes steht in der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung. Er heißt ja auch Jupp und nicht Aloysius.

Nicht mit Hosianna-Gesängen, sondern mit eiserener Hand soll der Holländer Louis van Gaal den Fußballclub FC Bayern München dahin zurückführen, wo er sich in den letzten Jahrzehnten immerfort wähnte und wo der FC Bayern ja auch fast immer war: Im Fußball-Himmel, dem bayrischen sowieso, und dem europäischen erst recht.

Louis van Gaal, der mit ,,seinem‘‘ Club, dem AZ Alkmaar gerade niederländischer Meister in der nun zu Ende gegangenen Fußballsaison 2009 wurde, ist die erste Wahl von Rummenigge & Co.

Franz Beckenbauer, man nennt ihn den Kaiser,  will ihn auch. Als Trainer.

Als Mensch vielleicht weniger. Denn der 58jährige Niederländer Louis van Gaal kann jähzornig sein.
Aber damit dürften die Bayern, die diesen Gefühlszustand kennen, und das schöne Worts des ,,Grantelns‘‘ dafür erfanden, keine Probleme haben.

Louis van Gaal ist in Holland für seine Wutausbrüche bekannt. Journalisten, die ihm unliebsame Fragen stellen, staucht er ebenso zusammen wie Spieler, die auf dem Rasen eine schwache Leistung geboten haben. Es ist ihm einmal sogar die Hand ausgerutscht, als ein Journalist zu kritische Fragen stellte.

Von 1991 bis 1997 war Louis van Gaal Trainer von Ajax Amsterdam. In dieser Periode führte er den niederländischen Traditionsclub dreimal zur Meisterschaft. 1992 gewann er mit ,,seiner‘‘ Ajax den UEFA-Cup in der Champions League, als die ,,Ajaxiden‘‘ den AC Mailand besiegten.

 

 

 

Der Aloysius aus Amsterdam

 


Ab 1997 begann die Zeit bei ,,Barca.‘‘ Der katalonische Traditionsclub FC Barcelona, der mehr als 1,5 Millionen Mitglieder hat und seinen Erzrivalen Real Madrid gerade wieder einmal deklassierte, wurde unter Louis van Gaal so etwas wie eine niederländische Dependance in Spanien. Aloysius van Gaal holte fast alle niederländischen Starspielder damals zu ,,Barca‘‘ - Patrick Kluivert, Frank de Boer, Philips Cocu.‘‘ ,,Barca‘‘ seit den Zeiten von Johan Cruijff ohnehin stark niederländisch geprägt, spielte damals unter der Regie von Trainer van Gaal so gut, so spritzig so angriffsfreudig wie heute.

Dann kam das Angebot aus Holland für Louis van Gaal. Er sollte Bundestrainer, Bondscoach, wie das in den Niederlanden heißt, der Nationalmannschaft werden. Er nahm es an und er erlebt mit dem ,,Oranjeteam‘‘ seine größte Niederlage. Denn die Holländer schafften es nicht, sich für die Fußball-WM 2002 in Südkorea und Japan zu qualifizieren. Louis, Aloysius van Gaal, war deprimiert, wie viele seiner Landsleute über diese schreckliche Niederlande. Er kehrte 2003 noch einmal zurück zum FC Barcelona, hielt es aber in seiner zweiten Heimat in Spanien und bei ,,Barca‘‘ nicht mehr lange aus. 2004 ging der Mann, der die Peitsche immer griffbereit in der Hosentasche hat, zurück in die Niederlande. Erst für ein kurzes Zwischenspiel bei seinem geliebten Club Ajax Amsterdam, dann zum AZ Alkmaar, den Club der unter seiner Leitung gerade niederländischer Fußballmeister 2009 wurde. Der AZ Alkmaar ist übrigens der Club der Heimatstadt von Rudi Carrell.

 

 

 

 

So wie Barca möchten die Bayern aus München auch mal wieder spielen

 

Jetzt ruft München. Bayern München. Louis van Gaal will wechseln, so ist in Holland zu hören. Bayern München bietet viel Geld und die neue Herausforderung ist überaus reizvoll. Aber der holländische Aloysius hat noch viele andere Angebote. Angeblich will ihn auch Belgien als neuen Nationaltrainer verpflichten.

 Der holländische ,,Coach van het jaar‘‘ - Trainer des Jahres - hat also die Wahl - oder die Qual der Wahl.
Der bayrische Aloysius muss es nun wohl richten und seinem holländischen Namensvetter den richtigen Weg weisen. Vielleicht schickt er ihm auch einen Brief mit der richtigen Adresse, wo er sich einzufinden habe unter dem blauweißen bayrischen Himmel. Es gibt eigentlich nur zwei Adressen, die der Aloysius aus Amsterdam ansteuern muss in München: - Die Bayern-Allianz-Arena und das Hofbräuhaus. Dort kann er auch seinen bayrischen Namensvetter treffen. Denn der sitzt dort bekanntlich noch immer vor seiner ,,Maß-Bier‘‘ und lässt die Bayern noch immer auf die so heiß ersehnte göttliche Eingebung warten.

Vielleicht bringt sie nun  der Aloysius aus Amsterdam - für Bayern München.


5.5.2009

Louis van Gaal ante portas in München

,,Ab 1. Juli ist Louis van Gaal unser neuer Trainer''

sagt Uli Hoeness

gegenüber dem deutschen Privatsender Premiere

"Bayern München zal over vier of vijf dagen de komst van Louis Van Gaal als nieuwe trainer officieel kunnen aankondigen." Dat verklaart algemeen manager Uli Hoeness. "We gaan ervan uit dat Van Gaal vanaf 1 juli onze trainer is", zei Hoeness aan betaalzender Premiere, na de 3-0 zege tegen Leverkusen.

AZ wil vergoeding


Voorzitter Karl-Heinz Rummenigge heeft al verklaard "dat er geen reden tot pessimisme is." Dat ondanks dat AZ-voorzitter Dirk Scheringa een vertrek van Van Gaal bij zijn huidige club "onbespreekbaar" noemde. AZ wil op zijn minst een vergoeding van Bayern als de Duitse club zijn succescoach komt wegkapen. Maar daar wil Bayern niet van weten. "Zoiets moet Van Gaal zelf maar regelen met AZ", meent Rummenigge.

Bron: belga/13.5.2009

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 13. Mai 2009 um 14:30 Uhr
 

Goethe- Deutschlands größter Dichter

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Wunsch und Wünsche zu erlangen, schaue nach

dem Glanze dort.. säume nicht, Dich zu erdreisten,

alles kann der Edle leisten!‘‘

 

Goethe (Faust, Seite 177)

 

Johann Wolfgang von Goethe

 

                                           Goethe als Geheimrat

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 01. Mai 2009 um 13:21 Uhr
 

Ivo Daalder - neuer US-Botschafter bei der Nato

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Ivo Daalder wird neuer Nato-Botschafter der USA in Brüssel

Gebürtiger Niederländer

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Mit 17 Jahren verließ er seine Geburtsstadt Den Haag in den Niederlanden. Sein Traumziel: Die USA. Jetzt kehrt er zurück. Zwar nicht nach Den Haag, sondern nach Brüssel. Dort soll Ivo Daalder neuer Nato-Botschafter der USA werden. Denn der 49jährige Ex-Niederländer, der seit 32 Jahren in den USA lebt, sich aber erst 1994 hat einbürgern lassen und erst seither die amerikanische Staatsbürgerschaft hat, verspürt eine gewisse Sehnsucht zurück nach Europa. Back to the roots, zurück zu den Wurzeln, wie man in Englisch sagen würde.

Möglich wird seine Berufung auf die wichtige Stelle des Botschafters der USA bei der westlichen Verteidigungsallianz in Brüssel, weil Daalder ein enger Vertrauter von US-Präsident Barack Obama ist. Als der heutige US-Präsident in seiner Heimat noch ein Nobody war, unterstützte Daalder Barack Obama schon in dessen Wahlkämpfen, um Senator zu werden. Der gebürtige Niederländer hatte das politische Talent von Obama schnell erkannt. Nun wird er für seine Treue und für seinen politischen Instinkt belohnt.
Aber es ist nicht nur seine persönliche Beziehung zum heutigen US-Präsidenten, die Ivo Daalder für seinen neuen Job bei der Nato in Brüssel qualifiziert. Denn in den USA hat sich der zweifache Familienvater inzwischen auch als Wissenschaftler und Buchautor einen Namen gemacht.
Sein Buch ,,America Unbound: The Bush Revolution in Foreign Policy‘‘ ist ein Bestseller in den USA. Auch publizierte er über den Krieg der Nato auf dem Balkan und im Kosovo. (Nato´s War to Save Kosovo, Washington 2000) sowie den Nahostkonflikt zu dessen Lösung er ein gemeinsames europäisch-amerikanisches Vorgehen für unverzichtbar hält.

Ivo Daalder ist Senior Fellow am renommierten Brookings Institut in Washington und war unter Präsident Bill Clinton Direktor des Instituts für European Affairs im Nationalen Sicherheitsrat der USA. Er hat unter anderem am berühmten Massachusetts Institut of Technology (MIT) in Washington studiert.

Den heutigen US-Präsidenten Barack Obama lernte der gebürtige Haagener erst vor vier Jahren zufällig bei einem Diner in Washington kennen. ,,Er ist einer der Menschen, die mich bisher am meisten fasziniert haben,‘‘ sagt der Ex-Niederländer über den heutigen US-Präsidenten. ,,Ich habe nach dem Essen mit ihm direkt beschlossen, mich für Obama zu engagieren.‘‘
Ivo Daalder, der mit Elisa D. Harris verheiratet ist und mit der Amerikanerin zwei Kinder hat, bereitet derzeit als einer der wichtigsten außenpolitischen Berater von Obama den bevorstehenden Nato-Gipfel im April in Baden Baden und Straßburg vor, zu dem der neue US-Präsident erstmals nach Europa kommen will.
Dort wird Daalder auch einen anderen ,,Landsmann‘‘ wieder treffen, nämlich den niederländischen Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer, mit dem sich Daalder glänzend versteht - nicht nur wegen der gemeinsamen Muttersprache, sondern auch in politisch-strategischer Hinsicht.
Als neuer Nato-Botschafter der USA in Brüssel ist Ivo Daalder aber auch ein ideales Bindeglied zwischen dem US-Präsidenten und der US-Außenministerin Hillary Clinton, für deren Mann Bill Clinton er einst arbeitete. Mit Daalder kommt ein europäischer Amerikaner zur Nato nach Brüssel, der den transatlantischen Beziehungen neue Impulse geben kann. Seine Berufung, die noch vom Senat abgesegnet werden muss, ist aber auch ein personelles Zeichen, das Barack Obama setzt. Daalder steht für den neuen multilateralen Approach der neuen US-Administration in Sachen Außen- und Sicherheitspolitik. Seine Berufung ist auch ein Zeichen für die Europäer. Es bedeutet: Die Zeiten der amerikanischen Alleingänge, wie sie unter Präsident George W. Bush üblich waren, sie sind nun endgültig vorbei.
15.3.2009

www.hetzelmedia.com

www.helmuthetzel.com

 

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. April 2009 um 00:30 Uhr
 


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