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Antwerpen - Weinkeller 1550 - Vinologie

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Weinkeller 1550 Antwerpen

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Weinprobe 17. April 2010

 

Gast: Weingut Hans Wirsching, Präsentation Armin Huth

Thema: Wein & Goethe - Goethe & Wein

 

Von HELMUT HETZEL

Starten wir, ja womit? - mit einem Schluck Wein und einem Goethe-Zitat:

Zum Wohl!

Zum Auftakt mein Lieblingszitat von Goethe.

Es hat gar nichts mit Wein zu tun - sondern mit Hoffnung, mit Wünschen, dem Verlangen, dem Mut, der Chance, dem Selbstbewusstsein eines Menschen.

Es lautet:

,,Wunsch und Wünsche zu erlangen,
schaue nach dem Glanze dort,
säume nicht, Dich zu erdreisten,
alles kann der Edle leisten.‘‘

Stammt aus Faust dem Meisterwerk von Goethe.

Interpretation des Gedichts in het Nederlands - geen vertaling!

Was meint Goethe damit - wat bedoelt hij ermee?
....
w.. - je heb wensen, verlangens
schaue ... kijk naar de horizont, daar liegen je kansen
säume ...pak je kansen, durf !
alles ... je kan het, je bent edel en sterk!

Nun,
einige Infos über Goethe:

Johann Wolfgang von Goethe lebte von 1749-1832.
Es heißt, er habe dem Wein sein Leben zu verdanken und er habe den Frauen ein literarisches Denkmal gesetzt: Unter anderem mit diesem kleinen aber feinen Reim:

Ein Mädchen und ein Gläschen Wein, die lindern alle Not,

und wer nicht küsst und wer nicht trinkt, der ist schon lange tot!

 

Dem Wein soll es Goethe zu verdanken haben, dass er seine Geburt überlebte.

Als er nach seiner Geburt zu ersticken drohte und er nicht den befreienden Atmungsschrei von sich gab, da massierte die Hebamme seine Brust mit Wein - und das Baby, das später Johann Wolfgang von Goethe heißen sollte, begann zu atmen.

Ob die Anekdote stimmt, weiß ich nicht, aber falls nicht,  dann ist sie  zumindest gut erfunden!

Goethe ließ sich, Zeit seines Lebens durch den Weingenuss für seine unvergänglichen Werke inspirieren. Er sagte einmal:


Andere schlafen ihren Rausch aus, bei mir steht er auf dem Papier!

Es ist ein Brief erhalten, in dem er an seine Schwester Cornelia, die mit einem Weinhändler verheiratet war, schreibt:

"Sende mir bitte Wein, denn in meinem Keller befinden sich nur mehr 400 Flaschen."


Es heißt, dass Goethe schon am Vormittag seine erste Flasche Wein leerte.
Hier ein Originalzitat von ihm dazu:


,, Das Trinken lernt der Mensch zuerst, viel später erst das Essen, drum soll er auch aus Dankbarkeit das Trinken nicht vergessen!‘‘


Und er trank jeden Tag bis zu seinem Tode eineinhalb bis zwei Liter Wein.
Der Dichter Goethe wurde mit diesem Weinkonsum immerhin 83 Jahre alt - ein stolzes Alter für jene Zeit.

Er schenkte uns die schönste Poesie, Prosa und Lyrik der deutschen Sprache!

Seine Lieblingsweine waren unter anderem:

Tokajer aus Ungarn und der Würzburger Stein, Riesling aus Franken.

 
Nun lernen wir die Weine vom Weingut Wirsching kennen, es sind Weine, wie Goethe sie liebte...

 

Wirsching-Wein

 

Präsentation: Armin Huth - Weingut Wirsching, Franken, Bundesrepublik Deutschland

Weine

 

2009 Wi´Secco

2009 Róse trocken

 2009 Iphöfer Kronsberg, Silvaner trocken

 2009 Iphöfer Kronsberg, Weißburgunder Kab. trocken

 2008 Iphöfer Kronsberg, Scheurebe Kabinett trocken

 2008 Iphöfer Julius-Echter-Berg Riesling Kabinett trocken

 2008 Iphöfer Kronsberg, Silvaner Spätlese trocken

 2008 Iphöfer Julius-Echter-Berg, Grauburgunder Spätlese trocken

 2008 Iphöfer Spätburgunder trocken

 2006 Wiquem - das edelsüße  Geschmackserlebnis

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Auerbachs Weinkeller in Leipzig - jetzt auch in Antwerpen

Von Armin Huth

Goethe sass in Auerbachs Weinkeller am Nebentisch seiner Studenten, die ihn nicht erkannten, da er mit einem großen Hut und Mantel bekleidet war. Goethe mischte Wasser mit Wein - darüber lästerten die Studenten: -

" Der Alte verträgt auch nichts mehr, Goethe antwortete nicht, sonderen schrieb auf einen Zettel, den er dann durch den Keller den Studenten bringen ließ, folgenden Text:

Wasser allein macht stumm, das beweisen im Wasser die Fische, Wein allein macht dumm, das beweisen die Herren am Tische, weil ich keines von beiden will sein, mische ich Wasser mit Wein.

Daraufhin erkannten die Studenten Goethe, es gab ein großes Gelächter, man hob gemeinsam das Glas.

 

 Slide Show Wine Cellar 1550 Antwerpen:

http://www.flickr.com/photos/winecellar1550/show/

 

 

 Liebe Gäste,

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um folgendes Goethe-Gedicht Marcella Maltha zu widmen:

 

Der Erlkönig

 Von Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

Du liebes Kind, komm geh' mit mir

Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,

Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlkönig mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind.

Willst feiner Knabe du mit mir geh'n?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort?


Mein Sohn, mein Sohn, ich seh'es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau.

Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!

Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an,
Erlkönig hat mir ein Leids getan.

Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,

Erreicht den Hof mit Mühe und Not,
In seinen Armen das Kind war tot.

 

Vortrag: Anna Westerveld

 

Johann Wolfgang Goethe:

 

Das Veilchen (1774)

 

Ein Veilchen auf der Wiese stand,

Gebückt in sich und unbekannt;

Es war ein herzig’s Veilchen.

Da kam eine junge Schäferin

Mit leichtem Schritt und munterm Sinn

Daher, daher,

Die Wiese her, und sang.

Ach! denkt das Veilchen, wär‘ ich nur

Die schönste Blume der Natur,

Ach, nur ein kleines Weilchen,

Bis mich das Liebchen abgepflückt

Und an dem Busen matt gedrückt!

Ach nur, ach nur

Ein Viertelstündchen lang!

Ach! aber ach! das Mädchen kam

Und nicht in Acht das Veilchen nahm,

Er trat das arme Veilchen.

Es sank und starb und freut‘ sich noch:

Und sterb‘ ich denn, so sterb‘ ich doch

Durch sie, durch sie,

Zu ihren Füssen doch!

 

Het Viooltje

’n Viooltje op de weide stond
Onmerkbaar, in zichzelf gekromd;
Het was een lief viooltje.
Daar kwam een jonge herderin
Met lichte tred en blij van zin
Erheen, erheen
De weide door, en zong.

 

Ach! Denkt ’t viooltje, was ik maar
Al was het dan heel even maar,
Van de natuur de mooiste,
Totdat het lieve kind me plukt
En aan haar boezem heeft gedrukt!
Ach maar, ach maar
Een klein kwartiertje lang!

 

Ach! Nogmaals ach! Het meisje dat
Geen oog voor het viooltje had,
Vertrapte ’t arm viooltje.
Het zonk en stierf en lachte nog:
En sterf ik nu, dan sterf ik toch
Door haar, door haar,
En aan haar voeten toch.

 

(Vertaling: Koen Stassijns, 1997)

 

Liebe Gäste,

Wir sind nun in Auerbachs Weinkeller - nicht in Leipzig, sondern in Antwerpen - heute , hier und jetzt, einige Jahre später!

In Leipzig, in Auerbachs Weinkeller, rief Goethe einst:

,,Es lebe die Freiheit! Es lebe der Wein!''

So soll es sein!

Goethe

 


Zum Schluss die ultimative Hommage an die Frauen, den Wein und die Lust des Lebens, natürlich von unserem Freund Johann Wolfgang

Preisfrage:

Wie lautet sie? Wer weiß es?

 

Also, hier die Antwort

 

Luister, listen very carefully, I only say this once:

also horcht, hört zu: Hier ist sie, hier ist die Antwort auf die Frage aller Fragen:

 

Ohne Wein und ohne Weiber,

hol' der Teufel uns're Leiber!

 

www.wirsching.de

www.duitsewijn.nl

 

01-05-2010

 

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 02. Mai 2010 um 09:11 Uhr  
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