Hetzel Media - News Benelux

  • Schrift vergrößern
  • Standard Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Aggressive Niederländer im Verkehr

E-Mail Drucken PDF

file2

Aggression und Enge


Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Montag morgen. Javastraat, Den Haag. Der alltägliche Stau. Ein Mann steigt aus seinem Auto. Er läuft zu dem Wagen vor ihm und hämmert mit seinen Fäusten auf die Motorhaube. Der Frau im Auto, das er malträtiert, steht die Angst ins Gesicht geschrieben. Nachdem er sich ausgetobt hat, setzt er sich wieder hinters Steuer seines Pkws. Die Apel schaltet auf grün. Beide fahren weiter. Autobahn Den Haag-Utrecht. Geschwindigkeitsbegrenzung 100 km/h. Ein ungeduldiger rasender Rowdy klebt förmlich am Heck meines Wagens. Plötzlich schert er aus, überholt rechts, um sich dann ganz knapp vor meinem Wagen einzufügen. Das Manöver ging gerade nochmal gut. Es hätte auch eine Massenkarambolage verursachen können, die der Rambo offenbar billigend in Kauf nahm. Amsterdam Fußgängerzone. Klingelzeichen eines Fahrrads. Dann laute Rufe des Radfahrers. Er schreit sich eine Bahn frei, obwohl Radfahren hier verboten ist. Passanten springen vor Schreck auf die Seite. Der Radfahrer triumphiert. Rotterdam Tram-Linie 23. Hier fahren ab sofort regelmäßig Polizisten mit. Es gibt Morddrohungen gegen die Tram-Chauffeure.

Vier Beispiele von der zunehmenden Aggression und Gewalttätigkeit im Verkehr in Holland. Denn ob auf der Straße, in der Tram oder auf dem Fahrrad, sobald Niederländer sich fortbewegen müssen, werden viele von ihnen zu Rowdies. Kein Wunder, denn die Straßen sind ständig verstopft, die Bahnen und Trams meist total überfüllt. Das Land ist überbevölkert. Auf einer Fläche so groß wie die der Schweiz leben mit 16,5 Mio. Menschen doppelt so viele Einwohner.

Die räumliche Enge macht sie aggressiv.

 

 

Dauerstau in Holland

23.10.2009

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag

 

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 19. Dezember 2009 um 09:58 Uhr  
feed image


Banner
Banner