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Society Service Hollands teuerstes Escortbüro

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,,Alle Frauen sind käuflich‘‘

 Interview mit Marike (26)

Managerin und Gründerin von Hollands exklusivsten Escort-Service

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Schon während ihres Studiums an der Erasmus Universität in Rotterdam gründete Marike den High Class Escort Society Service. Marike will mit ihrem ,,Relax-Unternehmen‘‘ zeigen, dass es auch in dieser Branche transparente, legale und integere Anbieter gibt.

Ihre Ambition: Vom besten Escort-Service in den Niederlanden zum besten in der Welt zu werden, sagt sie ganz unbescheiden. Alle Escort-Damen, die für die 26jährige Managerin arbeiten, müssen eine akademische Ausbildung haben. Sie müssen ,,Entspannung auf hohem Niveau bieten können.‘‘ Im Hotelzimmer und anderswo. ,,Sie müssen fähig sein, die Fantasien der Kunden mit Stil und Klasse zu erfüllen. Unser Prinzip lautet: Die Kunden sind Gentlemen, unsere Mitarbeiterinnen sind Ladies.‘‘


Außer mit dem Society Escort Service ist Marike auch noch als Consultant für Firmen tätig. Sie selbst bezeichnet sich als ,,Romantikerin.‘‘


F: Marike Sie betreiben ein Escort-Büro. Welche Damen kann man bei Ihnen buchen?

A: Für uns arbeiten hauptsächlich Niederländerinnen, die älter sind als 20. Alle haben studiert und akademische Abschlüsse (Bachelor oder Master). Sie sind selbstständig, gebildet. Sie sehen ihren Job als eine Herausforderung an - oder als ein Abenteuer. Sie sind elegant und eloquent. Sie machen diesen Job freiwillig. Niemand zwingt sie dazu.

F: Zu welchen Preisen? - und was wird dem Kunden dafür geboten?

A: Unser Service ist vielfältig. Unsere Kunden können mit unseren Damen ausgehen, in die Oper oder ins Restaurant, und sie können mit ihnen auch Spaß im Bett haben, vieles ist möglich.


Die Basistarife sind: 1000 Euro für den Abend, 2000 Euro für die Nacht, 3000 Euro für den Tag und 5000 Euro für ein Wochenende. Die Tarife variieren je nach Dame. Grundtarif ist: 600 Euro für zwei Stunden.

F: Was ist ihr Anteil an den Honoraren?

A: Meine Provision ist maximal 40 % des Honorars, das die Damen für ihre Dienstleistungen erhalten. Aber die Escort-Girls verdienen immer mehr als das Escort-Büro.


F: Haben Sie auch Männer im Angebot?

A: Ja, Wir haben vier Männer, die für mich arbeiten. Sie sind im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Aber Männer werden nicht so oft gebucht. Die Nachfrage nach Frauen dominiert in unserer Branche. Außerdem gibt es da noch das kleine Problem. Männer müssen immer ihren Mann stehen können, wenn sie gebucht werden. Ein Escort-Service für Männer birgt also ein höheres Risiko.

F: Für den männlichen Escort gibt es doch auch noch den Markt der schwulen Männer. Ist der nicht attraktiv?

A: Nein, das ist nichts für uns. Auf diesem Sektor sind wir nicht aktiv.

F: Wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, einen Escort-Service zu betreiben?

A: Ich habe den Escort Service bereits während meines Studiums begonnen. Heute manage ich den Society Service wie man ein Unternehmen eben führen muss - nach rein ökonomischen Kriterien.

F: Haben Sie eine Business-Ethik.

A: Ja, die haben wir. Es gilt: Nur safe Sex, also immer mit Kondom. Wir screenen auch unsere Kunden. Das ist für die Sicherheit unserer Mädchen wichtig.
Wir wollen auch keine ,,Fakers‘‘ also Männer, die buchen und dann nicht kommen. Alles ist auf Basis von Vorauskasse. Wir legen großen Wert darauf, dass wir drogenfrei sind. Kein Kokain oder andere Drogen und Aufputschmittel vor oder beim Liebesspiel.

Unsere Ethik besteht darin, dass unsere Kunden die Damen mit Respekt behandeln müssen. Wir achten darauf, dass auch die Kunden diskret sind. Wir wollen nicht, dass unsere Kunden nach den privaten Kontaktdaten unserer Mitarbeiterinnen fragen.

F: Aber Viagra wird wohl erlaubt sein?

A: Ich bin kein Befürworter von Viagra. Männer haben oft die Illusion, dass Sex so ist wie er in Pornofilmen gezeigt wird. Aber unsere Mitarbeiterinnen bieten die ,,Girl friend Experience.‘‘ Sie machen mit unseren Kunden, was sie auch mit ihrem Freund machen würden. Sex ist nicht nur die Penetration, sondern Sex ist auch Küssen, Knutschen, Streicheln, sich Umarmen. Spielt Viagra eine Rolle, dann heißt das: Der Mann will nur Penetration. Wir wollen, dass unsere Kunden eine ,,schöne Zeit‘‘ mit unseren Mädchen haben.

F: Können die Frauen selbst bestimmen, was sie alles mitmachen? SM beispielsweise?


A: Die Mädchen können selbst entscheiden, welche Form von Sex oder Sexualpraktiken sie ablehnen, also ob sie SM oder Fetisch-Praktiken mitmachen wollen oder nicht. Das wird mit den Kunden vorab besprochen.
Wir sind ein High-Class Escort-Büro. Unsere Integrität ist nicht zu kaufen. Wir sind zuverlässig und wollen zufriedene Kunden. Die Kunden können ihre Wünsche äußern, wir versuchen dann, diese zu erfüllen. In unserem Kundenkreis gibt es keine große Nachfrage nach speziellen Sex-Praktiken wie beispielsweise SM. Die meisten Kunden wollen den ,,normalen Sex.‘‘

F: Selektieren Sie alle Mitarbeiterinnen selbst?

A: Ja, ich selektiere die Mädchen selbst. Sie müssen das oben bereits definierte Anforderungsprofil erfüllen: Akademische Ausbildung, elegant und gebildet. Arbeit auf völlig freiwilliger Basis. Die meisten sind übrigens auch Nichtraucherinnen.

                             Liebe ist ein cooles Feeling

 

F: Was halten Sie von Liebe?

A: Liebe ist ein cooles Feeling. Aber sie geht auch vorbei. Man kann oft verliebt sein. Verliebtheit geht vorbei. Liebe hält ewig.

F: Wie gefährlich ist der Job als Escort-Girl- oder Escort-Man?

A: In der Branche tummelt sich so einiges. Wir haben ein Sicherheitssystem für unsere Mitarbeiterinnen aufgebaut. Die Details dieses Systems kann ich verständlicherweise nicht alle verraten. Aber wir arbeiten eng mit bestimmten Hotels oder Taxiunternehmen zusammen und unsere Mitarbeiterinnen haben auch die Möglichkeit, einen Notruf zu senden, wenn dies nötig sein sollte. Wir wissen immer wo und wann unsere Mitarbeiterinnen im Einsatz sind.

F: Spüren Sie die Wirtschaftskrise?

A: Nein, die spüren wir nicht. Die Kunden, die bei uns buchen, haben nach wie vor genug Geld, um unsere Tarife zahlen zu können. Wenn jemand, sagen wir einmal, 10 Millionen Euro besitzt und durch die Krise die Hälfte verloren hat, dann kann er sich noch immer schöne Stunden mit einem unserer Escort-Girls leisten.

F: Können Sie den ,,klassischen Kunden‘‘ beschreiben, der ihren Service beansprucht?

A: ,,Den‘‘ klassischen Kunden gibt es nicht. Wir haben Kunden aus allen Schichten. Ärzte, Anwälte, Politiker, Künstler, Manager, Sportler, Show- und TV-Stars, Schauspieler. Die meisten unserer Kunden sind zwischen 30 und 55 Jahre alt, es sind Geschäftsleute. Sie kommen aus vielen Ländern.

F: Denen können Sie absolute Diskretion zusichern?

A: Ja, Diskretion ist ganz wichtig. Wir arbeiten daher auch mit ,,Zwischenpersonen‘‘ zusammen, das sind meist die Agenten von Promis. Die buchen dann für diesen oder jenen Politiker oder Schauspieler. Das läuft alles sehr diskret ab.
Diskretion ist für uns, den Society Service genauso wichtig wie für unsere Kunden.

F: Karl Lagerfeld ist ein bekennender Fan des Escort-Services. Hat er schon einmal bei Ihnen gebucht?

A: Nein, noch nicht, aber wir heißen ihn herzlich willkommen, wenn er buchen will.

F: Sind alle Frauen käuflich?

A: Ja, alle Frauen sind käuflich. Frauen lieben Luxus, der ist aber nur mit Geld zu haben. Frauen möchten eine stabile Umgebung in der sie eine Familie gründen können. Deshalb suchen sie sich einen Partner aus, der ihnen diese Stabilität bieten kann, auch in finanzieller Hinsicht. Es gibt viele Frauen, die den Luxus lieben, sich den aber selbst nicht leisten können. Manche Frauen wählen deshalb einen Partner, der ihnen diesen Luxus bieten kann. In gewisser Weise ist auch eine solche gezielte Partnerwahl von Frauen eine Form der Prostitution.

F: Vielen Dank für das Gespräch.

Link: www.societyservice.com

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 28. März 2010 um 13:37 Uhr  
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