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Maxima und Royals


König Albert II. und Königin Paola von Belgien feiern Goldene Hochzeit

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Königliches Glück


König Albert II. von Belgien und Königin Paola

feiern Goldene Hochzeit


Von HELMUT HETZEL

Brüssel. Vor 30 Jahren hatte sie bereits einen Anwalt damit beauftragt, die Scheidung vorzubereiten. Doch dazu kam es nicht. Paola blieb bei ihrem Mann, dem heutigen König Albert II. von Belgien. Paola ist nun Königin von Belgien. Am kommenden Donnerstag feiert sie mit ihrem Gatten das 50jährige Ehejubiläum - Goldene Hochzeit also am belgischen Hof.

Es begann wie im Märchen. Der einstige Prinz Albert von Sachsen Coburg lernte im Alter von 24 Jahren die bildhübsche Italienerin Paola Ruffo di Calabria kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Am 2. Juli 1959 heiratete der belgische Prinz die italienische Adelige. Sie bekamen zusammen drei Kinder, Kronprinz Philippe, Prinzessin Astrid und Prinz Laurent.

König Albert II. und Königin Paola


Doch die einstige Traum-Ehe der schönen Paola mit dem belgischen Prinzen wird Mitte der 60iger Jahre für Paola zum Alptraum. Ihr Mann geht fremd. Er hat die rassige belgische Adelige Sybille de Selys de Longchamps kennen- und lieben gelernt. Fast 14 Jahre dauert die außereheliche Liaison zwischen Albert II. und Frau Selys de Longchamps. Albert ist mehr in London bei seiner Geliebten als bei seiner schönen italienischen Frau in Brüssel. Die außereheliche Affäre hat Folgen. Erst 1999 erfahren die Belgier, dass ihr heute amtierender König Albert II. eine nichteheliche Tochter hat. Sie heißt Delphine, ist inzwischen 49 Jahre und selbst Mutter. Aber ihr Vater, den die kleine Delphine während ihrer Kindheit regelmäßig sieht und dem sie dem Kosenamen ,,Papillon‘‘ verleiht, wenn er ihre Mutter besucht, hat sie offiziell noch immer nicht als seine Tochter anerkannt. ,,Das ist auch unmöglich so lange Paola lebt. Dieses Kapitel aus dem Leben von Königin Albert II. ist immer noch zu sensibel als dass es jetzt öffentlich diskutiert werden könnte. Das würde Königin Paola zu sehr verletzen,‘‘ meint der belgische Königshausexperte Jan Van Den Berghe.

 

               Prinz Albert und Prinzessin Paola in jungen Jahren

 

Prinz Albert und Prinzessin Paola in jungen Jahren

 

                                            und heute

 

König Albert II. und Königin Paola von Belgien

 

Nur einmal in seiner Weihnachtsansprache an sein Volk im Jahr 1999 ging König Albert II. indirekt auf die Existenz seiner unehelichen Tochter Delphine ein. Er sagte: ,,Wir haben die Krise, die wir vor 30 Jahren als Paar hatten, überstanden und haben eine neue tiefe Liebe und Vertrautheit entwickelt.‘‘ Ein schöneres Kompliment hätte das belgische Staatsoberhaupt seiner Frau Paola vor dem ganzen Volk wohl nicht machen können.


Dass Paola bei ihm blieb, dass hat König Albert II. aber vor allem seinem älteren Bruder König Baudouin zu verdanken. Als Baudouin von den Scheidungsabsichten von Paola erfuhr, schritt er rigoros ein. Der tiefgläubige Katholik Baudouin drohte seinem jüngeren Bruder Albert die staatliche Apanage zu streichen und setzte Paola unter Druck. Ihre drei Kinder müssten in Belgien bleiben, wenn sie im Falle einer Scheidung von Albert nach Italien zurückkehren sollte, drohte Baudouin. Das wirkte. Albert und Paola fanden wieder zusammen. Die Scheidung wurde abgeblasen.

Dass sie aber eines Tages auch noch gemeinsam König und Königin der Flamen und Wallonen in Belgien werden könnten, das hätten sie sich wohl auch nie träumen lassen. Bis zum August 1993. Da stand das Herz von König Baudouin während eines Urlaubs in Spanien plötzlich still. Es musste schnell ein Nachfolger gefunden werden, da König Baudouin und Königin Fabiola kinderlos geblieben waren. Der heutige Kronprinz Philippe war damals erst 33 Jahre. Der seinerzeit amtierende belgische Ministerpräsident Jean-Luc Dehaene stufte ihn als zu jung und zu unerfahren ein. Blieb nur Baudouin´s jüngerer Bruder Albert. Der sagte ja, weil großer politischer Druck auf ihm ausgeübt worden war.


Nun ist er schon fast 15 Jahre König der Belgier und macht per Saldo einen guten Job als Staatsoberhaupt. Der einstige Playboy, der in seiner Jugend nicht nur die schönen Frauen, sondern auch die schnellen Autos liebte, ist ein reifer Grand Seigneur geworden. Während der vielen Regierungskrisen durch die das von ihm repräsentierte und sprachlich und kulturell völlig gespaltene Land in den vergangen Jahren immer wieder getaumelt ist, gelang es König Albert II. immer wieder die Rolle zu spielen, die ihm eigentlich zukommt: Er war Integrator, das Symbol der Einheit des Landes. Es gelang ihm immer wieder, die niederländisch-sprachigen Flamen, die mit 6,5 Millionen Menschen die Mehrheit der rund 10 Millionen Belgier stellen, mit den frankophonen Wallonen an den Verhandlungstisch zu bekommen. Die drohende Spaltung des Landes wurde so verhindert. Nicht zuletzt dank Albert II. Auch seine Gattin Paola ist inzwischen in die Rolle der Königin hineingewachsen, obwohl sie das belgische Kuriosum ertragen muss, dass die Witwe von weiland König Baudouin, Fabiola (80), sich auch noch immer Königin nennen darf.
Nach vielen Höhen und Tiefen können König Albert II. und Königin Fabiola nun doch noch Goldene Hochzeit feiern. Wer hätte das vor 30 Jahren gedacht.
02.07.2009

 König Albert II. und Königin Paola von Belgien

 

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 03. November 2009 um 22:36 Uhr
 

Koninginnedag Nederland 2009 - 100. Geburtstag von Juliana

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Majestät oder Mevrouw

Beatrix oder Juliana

100. Geburtstag von  Ex-Königin Juliana wird gefeiert

 

Von HELMUT HETZEL

 

Den Haag. ,,Sagen Sie einfach ,,Mevrouw’’ zu mir und lassen Sie das Majestät weg.’’ Das war eine der geflügelten Aussprachen von Königin Juliana der Niederlande als die inzwischen verstorbene Mutter von Königin Beatrix Staatoberhaupt der Niederlande war. Am heutigen 30. April 2009  hätte ,,Frau Juliana‘‘ ihren 100. Geburtstag feiern können, wenn sie noch lebte.

Königin Juliana

Königin Juliana als Mevrouw Juliana

 

Doch genau deshalb wird der diesjährige Nationalfeiertag der Niederlande, der seit der Regentschaft von Juliana und Beatrix immer am 30. April gefeiert wird, ganz groß begangenen. Er steht auch ganz und gar im Zeichen von Juliana. Zu Ehren ihrer Mutter nämlich lässt Königin Beatrix am heutigen Donnerstag einen alten Brauch wieder aufleben. Es ist das große Defilee, das Juliana und ihr Mann Prinz Bernhard während ihrer Regentschaft alljährlich am 30. April abhielten. Königin Beatrix hat es abgeschafft als sie am 30. April 1980 den Thron bestieg. Sie zieht es vor, jedes Jahr am Nationalfeiertag eine andere Stadt oder Gemeinde in ihrem Königreich zu besuchen. Aber anlässlich des 100. Geburtstages von Juliana findet es heute erstmals seit 29 Jahren wieder statt. Und zwar auf Schloss Het Loo in Apeldoorn. Dort werden heute Hunderte von Niederländern an Königin Beatrix und der königlichen Familie Oranien-Nassau vorbeimarschieren, ganz so wie sie es früher bei Königin Juliana und Prinz Bernhard taten. ,,Ich bin schon ganz aufgeregt. Ich wurde ausgewählt und darf am Defilee teilnehmen,‘‘ freut sich Wim Schut. Ausgewählt wurde er mit einigen Hundert anderen. Schließlich überlässt das strenge höfische Protokoll nichts dem Zufall und müssen auch viele Sicherheitsvorschriften akkurat eingehalten werden.

Um 13.00 Uhr findet das Defilee heute in Apeldoorn statt. Davor eröffnet Königin Beatrix noch eine Ausstellung zu Ehren ihrer Mutter Juliana. Titel, wie zu erwarten: ,,100 Jahre Juliana.‘‘

Als besondere Geste empfängt die Monarchin dann alle Niederländer, die 100 Jahre oder älter sind. Sie dürfen eine Tasse Tee mit Gebäck mit der Königin trinken.

Königin Beatrix und die Niederländer haben heute aber noch mehr zu feiern. Der Schwager der Königin Pieter van Vollenhoven hat heute ebenfalls Geburtstag. Er wird 70 Jahre.

Trotzdem halten die Spekulationen über einen möglichen Rücktritt der 71jährigen Königin Beatrix an. Aber es gilt als sehr unwahrscheinlich, dass sie ihn heute bekannt geben wird. Wahrscheinlicher ist, dass sie es in einem Jahr, am 30. April 2010 tut. Dann nämlich ist Beatrix exakt 30 Jahre Königin der Niederlande. Ein rundes Jubiläum, um abzudanken.

 

Doch die permanenten Spekulationen über ihren anstehende Abdankung haben die Reputation  von Königin Beatrix bereits etwas beschädigt. Ihr ältester Sohn und Nachfolger, Kronprinz Willem-Alexander, der gerade am Montag, den 27. April, sein 42. Lebensjahr vollendete, steigt in der Popularität nämlich. Und wie. Er hat seine Mutter Beatrix auf der Beliebtheitsskala bei seinen Landsleuten inzwischen überholt und rangiert nur noch knapp hinter seiner charmanten Gattin, Prinzessin Maxima, die noch immer das beliebteste Mitglied der Königlichen Familie bei den Niederländern ist, nun auf Platz zwei.

Der bevorstehende Thronwechsel am holländischen Hof hat auch eine Debatte darüber ausgelöst, ob der künftige König Willem IV., wie sich Willem-Alexander dann nennen darf, genau so viel politische Macht haben sollte wie seine Mutter, Königin Beatrix. Denn die ist qua Verfassung Mitglied der Haager Regierung und mischt hinter den Kulissen auch ordentlich mit im politischen Geschäft in Den Haag.

Willem-Alexander und Maxima

Kronprinz Willem-Alexander und seine Gattin, Prinzessin Maxima

Willem-Alexander hat sich schon dazu geäußert: ,,Ich möchte nicht nur ein rein repräsentativer König sein, der nur noch Brücken einweiht oder Schiffe tauft und Staatsgäste empfängt,‘‘ sagte er jüngst. Er wolle, wie seine Mutter, ,,inhaltlich mitgestalten‘‘ an den Geschicken seines Landes.

Dass kann er auch sicher, wenn er erst einmal König ist. Denn es ist kaum zu erwarten, dass die Verfassung im Schnellverfahren geändert wird, um ihn als künftigen König Willem IV. zu entmachten. Obwohl viele politische Parteien des Landes, wie etwa die Grünen, die Sozialisten aber auch die Sozialdemokraten das eigentlich wollen. In ihren Parteiprogrammen ist von einer ,,repräsentativen Rolle‘‘ des Königs die Rede. Politischen Einfluss sollte er keinesfalls haben. Aber um das durchsetzen zu können, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament nötig. Die ist momentan für eine solche Verfassungsreform nicht vorhanden. Kronprinz Willem-Alexander kann sich auf seinen künftigen Thron also entspannt zurücklehnen, nachdem er seiner Mutter nachgefolgt ist. Er wird die gleiche Machtfülle erben, die Königin Beatrix nun noch hat. Zeigen muss sich dann aber, ob er sie auch so geschickt und so dezent einsetzen kann wie seine Mutter das in den vergangenen 29 Jahren tat und noch immer tut.

30.4.2009

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 30. April 2009 um 07:41 Uhr
 

Prinzessin Maxima - die wilden Jahre

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maxima2Tango in Sevilla


Prinzessin Maxima - die wilden Jahre -

 Neue Biografie über die künftige Königin der Niederlande

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. ,,Er ist so steif wie ein Stück Holz,'' soll Prinzessin Maxima über ihren Gatten Kronprinz Willem-Alexander der Niederlande gesagt haben, nachdem sie den ersten Tango mit ihm getanzt hatte. Die gebürtige Argentinierin Maxima, die den Tango im Blut hat, war offenbar von den Tanzkünsten des ,,steifen Holländers‘‘ nicht gerade beeindruckt. Trotzdem funkte es zwischen den beiden. Denn es blieb nicht bei diesem einen und ersten Tango auf einer Party im spanischen Sevilla im Jahr 1999, wo die beiden sich zum ersten Mal trafen . Nicht einmal drei Jahre später, am 2.2.2002, heiratete der niederländische Kronprinz die bürgerliche Argentinierin Maxima Zorreguieta und machte sie durch die Ehe zu Prinzessin Maxima der Niederlande. Bald wird sie Königin sein, wenn der 41jährige Kronprinz Willem-Alexander das Erbe seiner Mutter Königin Beatrix (71) antritt. Maxima wird sich dann Königin der Niederlande nennen dürfen.

Tango

     Tango auf dem Nieuwe Haagsche Salon


Doch bevor die beiden sich das Ja-Wort in Amsterdam gaben, da durchlebte die heutige Prinzessin und dreifache Mutter Maxima ihre ,,wilden Jahre‘‘ in Argentinien und in New York, wo sie unter anderem bei der Deutschen Bank als Investmentbankerin arbeitete. ,,Die wilden Jahre‘‘ von Prinzessin Maxima, so lautet auch das Buch, das Anfang April in Argentinien über die heute 37jährige Maxima erscheinen wird. Es wird mit Spannung erwartet, stammt aus der Feder der beiden argentinischen Journalisten Soledad Ferrari und Gonzalo Alvarez Guerero und soll auch schnell in einer niederländischen Übersetzung vorliegen.

Ferrari und Guerero interviewten für ihre nicht autorisierte Maxima-Biografie vor allem viele einstige Freunde und Liebhaber der Prinzessin. Beispielsweise ihren Ex-Lover Dieter Zimmermann, mit dem Maxima in ihren ,,wilden Jahren‘‘ in New York gerne feierte und offenbar auch das Bett teilte.

 

 

Maxima- die wilden Jahre

 

                             Prinzessin Maxima - die wilden Jahre

 

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Es soll eine chaotische Beziehung gewesen sein zwischen ,,dem netten jüdischen Jungen‘‘ wie Maxima´s Mutter Maria Zorreguieta Dieter Zimmermann nannte, und der temperamentvollen Argentinierin, heißt es in dem Buch. Ans Wort kommt auch der einstige argentinische Liebhaber von Maxima Tiziano Iachetti, mit dem sie Jahre lange durch die Nachtclubs und Diskos der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zog. Er zieht sich mit diplomatischen Äußerungen wie ,,Wir waren schließlich alle einmal jung‘‘ aus der Affäre, von der es auch ein Video gibt. Es zeigt Prinzessin Maxima ausgelassen tanzend, Champagner trinkend und sogar mit Zigarette in der Hand auf einer der vielen Partys in Buenos Aires. Maxima als Party-Luder. Das frivole Video ist allerdings nicht mehr auffindbar. Angeblich wurde es für viel Geld aufgekauft. Die Käufer sollen Niederländer gewesen sein.
Prinzessin Maxima selbst, die natürlich weiß, dass das Buch über ihre wilden Jahre in wenigen Tagen erscheinen wird, gibt sich gelassen. ,,Ich habe nichts zu verbergen,‘‘ sagt sie. Die meisten Dinge, die in dem Buch stünden, seien ohnehin bereits bekannt. Sie sehe der Publikation daher ,,völlig gelassen‘‘ entgegen.
Bemerkenswert in dem Buch, dessen Inhalt auszugsweise in argentinischen und niederländischen Medien bereits veröffentlicht wurde, ist aber die Passage wie die Eltern von Prinzessin Maxima die Hochzeit ihrer Tochter am 2.2.2002 erlebt haben. Denn Maxima´s Vater Jorge Zorreguieta (80) durfte nicht zur Hochzeit seiner Tochter in die Niederlande reisen. Der Grund: Er war während der Militärdiktatur von General Videla (1976-1983) Staatssekretär im argentinischen Landwirtschaftsministerium. Die Junta von Videla soll nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International mindestens 30.000 Argentinier verschleppt, gefoltert und umgebracht haben. Angeblich haben Maxima´s Eltern Jorge und Maria Zorreguieta die Hochzeitszeremonie, die in der Nieuwe Kerk in Amsterdam stattfand, am TV-Schirm von einer Suite aus im Ritz-Hotel in London verfolgt. Königin Beatrix soll die Reise nach London und die Suite im noblen Ritz-Hotel in der britischen Hauptstadt für die Schwiegereltern ihres Sohnes Willem-Alexander bezahlt haben, behaupten die Autoren des Buchs über die ,,Wilden Jahre‘‘ von Prinzessin Maxima. Noch eine weitere Enthüllung lässt aufhorchen. Nach Informationen der beiden argentinischen Buchautoren soll Prinzessin Maxima zwischen 1991 und 1993 als Praktikantin bei dem argentinischen Finanzinstitut ,,Mercado Abierto‘‘ in Buenos Aires gearbeitet haben. Dieses Institut, das von einem gewissen Aldo Ducler geleitet wurde, soll eine ,,Geldwaschanlage für Drogengelder‘‘ gewesen sein, heißt es in den Buch. Aldo Ducler sei ,,ein Freund‘‘ von Maxima´s Vater Jorge Zorreguieta. In der offiziellen Maxima-Biografie auf der Website des niederländischen Königshauses steht, dass sie von 1989 bis 1990 am Institut Marcado Abierto SA in Buenos Aires im Rahmen ihres Studiums tätig war. Sie habe ihr Ökonomiestudium an der ,,Universidad Catolica Argentina‘‘ 1995 abgeschlossen. Nun warten die Niederländer gespannt auf die Publikation des Buches über die ,,Wilden Jahre‘‘ von Prinzessin Maxima auf Niederländisch.

Eine Biografie über ihren Mann, den künftigen König Willem IV. wurde von einem Amsterdamer Verlag ebenfalls bereits angekündigt. Es sieht ganz danach aus, als könnte ein Thronwechsel im Königreich der Niederlande bald stattfinden und Königin Beatrix das Zepter an ihren Sohn Willem-Alexander abgeben.

Tango von Arjan & Marianne

        Tango von Arjan & Marianne  - De Nieuwe Haagsche Salon

 

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                 Prinzessin Maxima der Niederlande - Bald Königin

 

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 29. März 2009 um 12:52 Uhr
 

Willem-Alexander und Maxima bald König und Königin

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wa_en_m_balkonsceneWillem-Alexander und Maxima ante portas

Königin Beatrix stellt die Weichen für ihren Rücktritt

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Am holländischen Hof dreht sich das Personalkarosell. Königin Beatrix ist dabei, die Weichen für ihren bevorstehenden Rücktritt zu stellen. Und zwar in personeller Hinsicht. Denn Jaap Leeuwenburg wird neuer Privatsekretär von Königin Beatrix. Der 59jährige Leeuwenburg tritt zum 1. August die Nachfolge des bisherigen königlichen Privatsekretärs Dolf Hogewoning an, der neuer niederländischer Botschafter in Syrien wird.
Die Personalentscheidung von Königin Beatrix (71) ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert und sagt viel über ihren bevorstehenden Rücktritt aus. Denn der neue Privatsekretär an ihrer Seite war seit 1995 in eben dieser Funktion für ihren ältesten Sohn, Kronprinz Willem-Alexander (41) tätig. Jaap Leeuwenburg hat ein besonders gutes Verhältnis zum künftigen König der Niederlande und dessen Gatten Prinzessin Maxima. Seine Berufung ist ein klares Zeichen dafür, dass Königin Beatrix bald das Zepter an ihren ältesten Sohn weiterreichen wird. Der wird dann, wenn er als König Willem IV. antritt, mit Jaap Leeuwenburg wieder einen alten Vertrauten an
seiner Seite haben. Denn es liegt auf der Hand, dass die beiden, die sich so gut kennen, dann wieder als Team arbeiten werden, wenn Willem-Alexander den Thron bestiegen hat. Das könnte schon im nächsten Jahr sein. Denn am 30. April 2010 ist Königin Beatrix exakt 30 Jahre im Amt. Das ist eine gute Gelegenheit, um Abschied vom Thron zu nehmen. Dass der erfahrene Diplomat Jaap Leeuwenburg nun Privatsekretär Ihrer Majestät wird, kann auch als eine Art Einarbeitungsphase interpretiert werden. Er wird dann, wenn Königin Beatrix abdankt, einer der erfahrensten Manager am niederländischen Hof sein. Genau das, was ein neuer König bei seinem Amtsantritt braucht. Jaap Leeuwenburg wird dann der Königsmacher.
In den zurückliegenden 13 Jahren in denen Jaap Leeuwenburg für den niederländischen Kronprinzen tätig war, hat er bereits konsequent am Imagewandel von Kronprinz Willem-Alexander gearbeitet. Er machte aus dem einstigen ,,Prinz Pils‘‘ wie Willem-Alexander in seiner Studentenzeit wegen seiner Vorliebe für ein Bierchen genannt wurde, den Staatsmann Willem-Alexander, der er heute schon ist. Als Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sammelte der niederländische Thronfolger viel Erfahrung. Als international überall beachteter Experte in Sachen Wassermanagement punktet Willem-Alexander als vielgefragter Gastredner auf Kongressen, die sich mit Wasser, Gesundheit und Hygiene befassen. Gerade hielt er eine vielbeachtete Rede auf dem fünften Welt Wasser-Forum in Istanbul, wo er auch zu einem Gespräch unter vier Augen mit dem türkischen Präsidenten Abdullah Gül zusammentraf. Ganz so, als wäre er schon niederländisches Staatsoberhaupt.
Bis zu seinem Amtsantritt als König Willem IV. der Niederlande wird Kronprinz Willem-Alexander nun übergangsweise von dem Diplomaten Joost Klarenbeek als Privatsekretär betreut. Aber das Personalkarosell am holländischen Hof dreht sich noch weiter.

Maxima

 

Auch Prinzessin Maxima tauscht ihren Privatsekretär aus. Ihre bisherige engste Mitarbeiterin Yvette van Eechoud kehrt zurück ins Haager Außenministerium. Bahia Tahzib-Lie wird die neue Privatsekretärin von Prinzessin Maxima, die derzeit eine neue internationale Aufgabe unter dem Dach der UNO sucht. Denn ihre bisherige UN-Tätigkeit als Sonderbotschafterin für die Vergabe von Mikrokrediten an Arme und Bedürftige in Entwicklungsländern hat Maxima zum Jahresanfang beendet. Der UN-Job wurde zu arbeitsintensiv. Schließlich ist Maxima auch noch dreifache Mutter und muss in den Niederlanden zahlreiche ehrenamtliche Funktionen ausüben. Etwa als Vorsitzende des Prinz Claus Lehrstuhls und des Oranje-Fonds. Auch ist sie Mitglied des Raad van State, des wichtigsten Beratungsorgans der niederländischen Regierung.
23.3.2009

Maxima - künftige Königin der Niederlande

                              Prinzessin Maxima - bald Königin der Niederlande

 

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 29. März 2009 um 16:11 Uhr
 

Sparsamer prosten

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knig-albert-beatrix-sparenGekrönte Häupter müssen den Gürtel enger schnallen

Brüsseler Regierung will Apanagen kürzen - nach Vorbild der Niederlande

Von HELMUT HETZEL

Brüssel. Die Wirtschaftskrise droht nun auch einige Mitglieder des belgischen Königshauses von Sachsen Coburg zu erreichen. Sie werden zwar nicht in Zahlungsschwierigkeiten geraten, müssen aber den Gürtel künftig enger schnallen, weil die belgische Regierung sparen muss. Daher bastelt die amtierende Brüsseler Regierung unter Ministerpräsident Herman van Rompuy an einem Sparplan, der auch die königliche Familie betreffen wird. Ziel ist es, dass künftig jährlich rund 10 % der Ausgaben für das belgische Königshaus eingespart werden sollen. Die Apanagen für einige Mitglieder der königliche Familie sollen gekürzt oder ganz gestrichen werden.
Aus diesem Grund setzte die belgische Regierung eine ,,Sparkommission‘‘ ein. Sie soll Verschläge ausarbeiten, wer was und wie viel aus dem Hause Sachsen Coburg künftig vom Staat beziehen darf. ,,Nach niederländischem Vorbild muss nun endlich mehr Transparenz in den Etat für das Königshaus kommen. Die Zuwendungen müssen sich auf den König, die Königin, die Königin-Witwe und das Thronfolger-Paar beschränken,‘‘ fordert der christdemokratische belgische Senator Pol Van Den Driessche in einem Beitrag für die Antwerpener Zeitung ,,De Morgen.‘‘
Er ist auch stellvertretener Vorsitzender der Regierungskommission, die den Etat für das königliche Haus in Belgien neu regeln soll. Mit seinem Hinweis, dass dies nach ,,niederländischem Vorbild‘‘ geschehen solle, spielt er darauf an, dass in den Niederlanden für das Königshaus Oranien-Nassau gerade eine Neuregelung für deren Etat vorgestellt wurde. Die sieht vor, dass dieser Etat einzig und allein vom Ministerpräsidenten zu verantworten ist und dass die Ausgaben der königlichen Familie von Oranien-Nassau gedeckelt werden. ,,Sollten sie den Etat überschreiten, dann hat aber nicht Königin Beatrix, dann hat der Ministerpräsident ein Problem. Er muss dann beim Finanzminister in die Beichte,‘‘ scherzte Gerrit Zalm, der ehemalige niederländische Finanzminister, der in Holland als Vorsitzender einer ähnlichen Kommission, wie sie derzeit in Belgien tagt, die Neuregelung zur Finanzierung des Königshauses der Niederlande ausarbeitete.

Ganz oben auf der Strich-, sprich: Spar-Liste der belgischen Regierung stehen: Königin-Witwe Fabiola, Prinzessin Astrid und Prinz Laurent.

An ihrem Lebensabend muss sich die 80jährige Witwe von Königin Baudouin, Fabiola, die sich immer noch Königin nennen darf, möglicherweise noch mit dem Gedanken vertraut machen, dass ihre Jahresapanage gekürzt werden könnte. Fabiola erhält seit dem Tod ihres Mannes im Jahr 1993 eine jährliche Staatspension von 1,502 Millionen Euro. Das meiste Geld gibt sie für ihre eigene Hofhaltung, also für Personalkosten, aus. Ihr Reiseetat beträgt jährlich rund 80.000 Euro. Für ihre Gesundheit wendet die Königinnen-Witwe mit der unverkennbaren hoch toupierten unverkennbaren Fabiola-Frisur rund 25.000 Euro im Jahr auf. Etwas teurer ist die Unterhaltung ihres Fuhrparks. Der kostet 29.000 Euro jährlich. ,,Wir sind uns in der Kommission einig darüber, dass das viel zu viel ist,‘‘ lässt Pol Van Den Driessche wissen.

Finanziell einschränken soll sich demnach auch Prinzessin Astrid. Astrid ist das zweite Kind des amtierenden Königs Albert II. und Königin Paola. Sie erhält derzeit jährlich 333.000 Euro vom Staat auf ihr Konto überwiesen. Da Prinzessin Astrid aber in der offiziellen Thronfolge inzwischen auf Platz sechs zurückgefallen ist, hinter ihrem älteren Bruder Kronprinz Philippe und dessen vier Kindern, brauche sie eigentlich überhaupt keine staatliche Apanage mehr, meint die Kommission, die die Neubesoldung der Sachsen Coburgs nun ausarbeiten soll.

Gleiches gelte für ihren jüngeren Bruder Prinz Laurent, dem die belgische Regierung jährlich 319.000 Euro aufs Konto überweist. Er ist der jüngste Sohn von König Albert II. und Königin Paola.
Das ist eine schlechte Nachricht für Prinz Laurent. Er kommt nämlich jetzt schon nicht mit dem Geld aus, das ihm der Staat auf sein Konto überweist. Laurent ist ein Big Spender und ein Fan von schnellen und teuren Autos - wie sein Vater früher. Er könnte in Zahlungsschwierigkeiten kommen, wenn seine Apanage drastisch gekürzt werden sollte oder wenn sie gar ganz und gar gestrichen würde.

König Albert II. und seine Gattin Paola bleiben natürlich auf der Gehaltsliste der Regierung stehen. Ganz oben natürlich. Schließlich repräsentieren sie das Königreich der Flamen und Wallonen. König Albert II. ist Staatsoberhaupt. Beide können auch weiterhin über ein persönliches Einkommen in Höhe von rund 10 Millionen Euro jährlich disponieren, das ihnen die Brüsseler Regierung überweisen lässt. Darüber gibt es Konsens.
Kein Grund zum Sparen besteht auch für Kronprinz Philippe und dessen Gattin Prinzessin Mathilde. (siehe Foto). Ihr Konto wird vom Staat alle zwölf Monate mit einem Betrag von 961.000 Euro aufgebessert.

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Damit soll es dem belgischen Königshaus jetzt ähnlich ergehen wie dem niederländischen. Ihre Ausgaben sollen beschränkt, transparenter und limitiert werden.

Königin Beatrix der Niederlande und die Oranjes sollen im kommenden Jahr per Saldo ,,nur‘‘ maximal 110 Mio. Euro kosten dürfen. Ein ähnliches Fixum als Obergrenze der königlichen Ausgaben muss in Belgien aber erst noch gefunden werden. Es könnte in einer ähnlichen Größenordnung liegen. Königshäuser müssen schließlich etwas hermachen. Sie haben einen hohen Show- und Unterhaltungseffekt für das breite Publikum. Dafür braucht man eben Geld, viel Geld.

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Zuletzt aktualisiert am Montag, 09. März 2009 um 19:34 Uhr
 


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