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Islamkritiker Geert Wilders will in die USA - von US-Senator eingeladen/In Holland immer populärer

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geert_wilders3Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Der im In- und Ausland umstrittene niederländische Islamkritiker Geert Wilders hat eine Einladung vom US-Senat erhalten, um in den USA seinen umstrittenen islamkritischen Film ,,Fitna‘‘ zu zeigen. Die Einladung kommt von US-Senator Jon Kyl, der mit Wilders und anderen US-Senatoren auf dem Capitol Hill in Washington unter anderem über Pressefreiheit in Europa und die Verbannung von Wilders aus Großbritannien diskutieren will. Wilders wurde vor rund einer Woche nicht gestattet, ins Vereinigte Königreich einzureisen. Er wurde auf dem Londoner Flughafen Heathrow verhaftet, einige Stunden festgehalten und dann ins nächste Flugzeug zurück nach Amsterdam gesetzt, obwohl Wilders auch für Großbritannien eine Einladung eines Mitgliedes des britischen Oberhauses hatte. ,,Ich gehe davon aus, dass ich in die USA einreisen kann. Ich habe zumindest bisher keine gegenteiligen Berichte,‘‘ erklärte Wilders am gestrigen Sonntag vor seinem Abflug Richtung USA. Der niederländische Abgeordnete und Gründer der ,,Partei der Freiheit‘‘ (PVV), die neun der insgesamt 150 Sitze im Haager Parlament stellt, will fast die gesamte kommende Woche in den USA bleiben. Außer im Senat in Washington will er seinen islamkritischen Film ,,Fitna‘‘ auch in Boston und in New York zeigen.

Das Londoner Innenministerium hatte Wilders die Einreise nach Großbritannien untersagt, weil die britische Regierung in Wilders eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit Großbritanniens sieht. Die Haager Regierung hat dagegen heftig protestiert und deswegen sogar den britischen Botschafter in Den Haag in Außenministerium einbestellt. Wilders selbst erwägt, gegen die Regierung in London vor den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg möglicherweise Klage zu erheben. Im heimischen Holland klagt Wilders ebenfalls gegen ein Urteil eines Amsterdamer Gerichts, das entschieden hatte, Wilders solle wegen Diskriminierung und Aufruf zum Hass verfolgt werden. Nicht nur wegen seines Films ,,Fitna‘‘ in dem der Politiker ein Form von Collagen Gräueltaten von islamitischen Fundamentalisten sehen lässt und diese mit dazu passenden Koransprüchen illustriert, sondern auch deshalb, weil Wilders in einem Meinungsbeitrag für die Zeitung ,,de Volkskrant‘‘ den Koran mit Hitlers ,,Mein Kampf‘‘ verglichen hatte.

Das britische Einreiseverbot gegen Wilders jedenfalls hat in den Niederlanden zu einer Solidarisierungswelle für den Islamkritiker geführt. Nach aktuellen Meinungsumfragen würde die rechtspopulistische Wilders-Partei PVV wenn jetzt Wahlen wären in den Niederlanden nun zweitstärkste politische Kraft hinter den Christdemokraten aber noch vor den Sozialdemokraten. Die PVV könnte den Demoskopen zufolge ihre Mandate von jetzt neun auf dann 26 fast verdreifachen. Das britische Einreiseverbot gegen Wilders hat diesen zu Hause also nur noch populärer gemacht.

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 23. Februar 2009 um 01:05 Uhr  
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