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Politik


König Albert II., Belgien und das Imageproblem seines Landes

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König Albert II. hat

Probleme:

 

Belgien im Länder-

Ranking  ganz unten


Von HELMUT HETZEL

 

Brüssel/Den Haag. Die Szene ist unvergessen. Als kürzlich in Den Haag zwischen Luxemburg, Belgien und den Niederlanden im historischen Rittersaal des Haager Parlaments der neue Benelux-Vertrag unterschrieben wurde, brauchte Belgien dafür besonders lange. Während für Luxemburg der amtierende Premier Jean-Claude Juncker seine Unterschrift unter den Vertrag setzte und für die Niederlande der Haager Regierungschef Jan Peter Balkenende unterschrieb, machen für Belgien gleich vier Ministerpräsidenten ihre Aufwartung zur Vertragsunterzeichnung. Der Ministerpräsident der nationalen belgischen Regierung, sowie die drei Ministerpräsidenten der Regionen Flandern, Wallonien und der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Das Publikum verfolgte den Akt schmunzelnd. Er machte auf eindrucksvolle und Art und Weise deutlich, dass es Belgien als zentral geleiteten Einheitsstaat de facto gar nicht mehr gibt.


Das manifestierte sich gerade auf andere Weise wieder in New York. Denn dort eröffnete der niederländisch-sprachige Landesteil Belgiens, Flandern, ein eigene Niederlassung: Das Flandern Haus. Es ist so etwas wie eine eigene flämische Botschaft in New York. Bei der Eröffnung fiel der Name Belgien überhaupt nicht.

Was die Kenner des Königreichs der Flamen und Wallonen schon lange wissen, das schlägt sich jetzt auch klar und deutlich in einigen neuen Untersuchungen im internationalen Länder-Ranking nieder. Belgien rutscht immer weiter ab. Das Land hat ein riesiges Image-Problem, weil es als solches kaum mehr richtig wahrgenommen wird. Vor allem zwei aktuelle US-Länderstudien sprechen eine klare Sprache. Die ,,Eastwestcommunications‘‘ setzten Belgien in ihrer Länder-Rangliste auf Platz 152 von rund 200 Ländern. Belgien rangiert damit gerade noch vor Ländern wie Libyen, Liberia, Eritrea und Rumänien.

 

König Albert II. von Belgien

 

König Albert II. von Belgien

Er hat viele Probleme in seinem Königreich


Auch in dem von Simon Anholt GFK Roper Nations Brands Index fiel das Land im innereuropäischen Ranking von Platz 16 auf jetzt Platz 20 zurück, während Deutschland in dieser Rangliste vor Frankreich und Großbritannien nach wie vor Spitzenreiter ist.


,,Wer wie wir so stark internationalisiert ist, muss besonders darauf achten, im Ausland entsprechend gut wahrgenommen zu werden,‘‘ warnt die flämische Zeitung ,,De Standaard.‘‘ Sie fürchtet, dass sich das immer weiter verschlechternde Image Belgiens im Ausland bald auch in sinkenden Auslandsinvestitionen niederschlagen könnte. Die Zeitung zitiert das Marketingbüro ,,Master Marketeers,‘‘ das ein nationales ,,Nation Branding Project‘‘ fordert, was wohl auch nicht ganz uneigennützig ist. Schließlich könnte dieses Marketingbüro die nationale PR-Kampagne für Belgien natürlich entwerfen, ausführen und damit viel Geld verdienen.
Aber auch andere Dinge haben dem belgischen Image und Ansehen im Ausland in der Vergangenheit schweren Schaden zugefügt. Vor allem die Gräueltaten des Kinderschänders und -mörders Marc Dutroux sind unvergessen. Aber auch das ständige politische Hick-Hack zwischen frankophonen Wallonen und niederländisch-sprachigen Flamen können viele jenseits der belgischen Grenze kaum noch nachvollziehen. Das Land wurde durch diesen Dauerstreit, auch als Sprachenstreit bekannt, in den vergangenen zwei Jahren rund 15 Monate politisch lahmgelegt. Es drohte unregierbar zu werden.


Schwer erschüttert wurde das Königreich Belgien auch durch die Fortis-Krise. Der Beinahe-Bankrott des Fortis-Finanzkonzerns, der nur durch eine Teilverstaatlichung und den Weiterverkauf großer Teile von Fortis an die französische BNP Paribas abgewendet werden konnte, war ein finanzieller Gau für das Land. Er richtete einen Schaden von mehr als 40 Mrd. Euro an und trägt nun wesentlich mit dazu bei, dass sich die Staatsverschuldung Belgien wieder in Richtung auf 100 % des Bruttoinlandsprodukts zu bewegt. Zehntausende belgische Haushalte verloren durch das Fortis-Fiasko ein Vermögen, viele ihre gesamte Pension. Auch das war weder für das Selbstbild der Belgier im Inneren noch für deren Image im Ausland zuträglich.
7.5.2009

Kronprinz Philippe und Prinzessin Mathilde

 

Werden sie je König und Königinn von Belgien?

Kronprinz Philippe und Prinzessin Mathilde

 

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 08. Mai 2009 um 12:09 Uhr
 

Anschlag auf die Monarchie

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Tränen und Tote

 Anschlag in Apeldoorn

 

Die Niederlande haben sich grundlegend verändert - Das System Holland ist außer Balance

 

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Szene eins: 30. April 1988. Königinnentag in Amsterdam. Ihre Majestät, Königin Beatrix, schlendert durch die Grachten. Ein Mann springt aus der Menge. Er küsst die Königin zweimal auf die Wange. Links, rechts. Schmatz, schmatz. Ihre Majestät strahlt. Auch sie genießt die spontane Geste des Mannes, den sie nicht kennt, der aber offenbar ein großer Bewunderer von ihr ist. Ganz Holland genießt mit.

 

 

Koninginnedag

 

Königinnentag einst  

 

Szene zwei: 30. April 2009. Königinnentag in Apeldoorn. Ein schwarzer Suzuki rast durch die Absperrungen und voll in die Menschenmenge, die ihrer Königin zujubelt. Körper fliegen durch die Luft. Schreie, Sirenen, Panik. Blut tränkt den Asphalt. Königin Beatrix sitzt mit ihrer Familie in einem offenen Bus. Sie sieht alles. Sie sieht wie der Amokfahrer an dem Denkmal ,,De Naald,‘‘ das einst für ihre Großmutter Königin Wilhelmina errichtet wurde und jetzt Königin Beatrix das Leben rettet, mit seinem Auto regelrecht zerschellt. Um Haaresbreite verfehlt der Kamikaze-Attentäter den Bus, in dem die Königin mit ihrer Familie saß. Der Anschlag auf Ihre Majestät misslingt. Die Königin und ihre Familie überleben.
Aber sieben Menschen sterben, darunter der Attentäter.

Unterschiedlicher kann ein ,,Koninginnedag‘‘ nicht sein. Der Nationalfeiertag der Niederländer, jedes Jahr ein Fest der Freude, an dem getanzt, gelacht, gefeiert, getrunken, geschunkelt, gegrillt und natürlich auf unzähligen Märkten Handel betrieben wird, er endet anno 2009 in einem Blutbad.

 

 

 

Königinnentag jetzt

anschlag in apeldoorn

 

Anschlag in Apeldoorn

 

Nur 21 Jahre liegen zwischen Szene eins in Amsterdam und Szene zwei in Apeldoorn. 21 Jahre sind in historischer Perspektive ein sehr kurzer Zeitabstand. Aber in diesen 21 Jahren hat sich das Land des Humanisten Erasmus und des Philosophen Spinoza grundlegend verändert. Aus der einstigen Idylle Holland ist der Horror Holland geworden.

Der Anschlag auf die Monarchie und das Staatsoberhaupt ist der vorläufige ,,Höhepunkt,‘‘ besser: Tiefpunkt dieser Entwicklung. Davor mussten bereits Pim Fortuyn am 6. Mai 2002 und Theo van Gogh am 2. November 2004 ihr Leben lassen, weil sich beide die Freiheit nahmen, Dinge beim Namen zu nennen und zu kritisieren, die einst tabu waren.

Fortuyn trat dem Establishment, ,,den Haager Regenten‘‘ wie er sagte, in verbaler Form gegen das Schienbein. Theo van Gogh wagte es zusammen mit Ayaan Hirsi Ali, die Unterdrückung der Frauen im Islam in dem Film ,,Submission‘‘ knallhart anzuprangern. Es waren zwei Extremisten, der eine ein fanatischer Tierschützer, der andere ein Moslemfundamentalist, die diese Kritik nicht vertragen konnten. Sie griffen zur Waffe. Sie ermordeten Fortuyn und van Gogh.

Drei grausame Anschläge innerhalb von sieben Jahren in den Niederlanden. Drei Anschläge, die auf schreckliche Weise die Verrohung der einst so toleranten und friedlichen Gesellschaft der Niederlande offenlegen.

Was ist nur passiert mit dem einst so harmonischen Land am Nordseerand in dem der Ministerpräsident noch vor der Einführung des Euro einfach mit dem Fahrrad zum Parlament fahren konnte, während Politiker wie etwa Geert Wilders heute mindestens vier Bodyguards um sich herum haben müsse, damit sie sich überhaupt noch öffentlich bewegen können?

Antwort: Die Niederlande haben den rapiden gesellschaftlichen Wandel der letzten Jahrzehnte nicht bewältigt. Der Prozess der ,,Entsäulung‘‘ der Gesellschaft, die einst in Parallelgesellschaften aus Calvinisten, Katholiken, Sozialisten und Liberalen aufgeteilt war, hat das einstige feste Fundament der Toleranz zerstört. Leben und leben lassen, das Toleranz-Prinzip der ,,versäulten‘‘ niederländischen Gesellschaft wich dem Egoismus und der Gleichgültigkeit. Holland hat seine Identität verloren und sucht nach einer neuen.

Das System Holland ist aus der Balance. Nur die blonde Käsebotschafterin Frau Antje kann derzeit noch unbeschwert lächeln. Doch der Staat, insbesondere aber der Rechtstaat, hat in den zurückliegenden Jahren in den Niederlanden an Glaubwürdigkeit verloren.

In einem Land, wo die Cannabis-Mafia in Amsterdam am hellichten Tage Liquidationen ausführt, wo aber jemand, der morgens früh um vier Uhr mit 180 Stundenkilometern über eine fast leere Autobahn fährt und niemanden verletzt oder gefährdet, oft härter bestraft wird als ein Gewaltverbrecher, da darf man sich nicht wundern, dass die Gewaltverbrechen zunehmen.
3.5.2009

 

,,Es war ein Anschlag auf uns alle‘‘

reinildis van ditzhuyzen

Interview mit der niederländischen

Historikerin und Königshausexpertin

 

Reinildis van Ditzhuyzen

 

Von HELMUT HETZEL, Den Haag

F: Frau van Ditzhuyzen, wie haben Sie den Anschlag auf Königin Beatrix und die königliche Familie erlebt?

A: Ich war im Schloss ,,Het Loo‘‘ in das die königliche Familie nach ihrer Fahrt durch Apeldoorn kommen sollte. Von dort aus habe ich morgens bereits für den deutschen TV-Sender WDR und für das niederländische NOS-Fernsehen berichtet. Am frühen Morgen bevor die TV-Sendungen begannen, machte ich noch eine Radtour durch Apeldoorn. Es wär prächtig, alles war so toll geschmückt und herausgeputzt. Ich fuhr durch ein Farbenmeer von orange. Ich saß im Regiewagen, als die schrecklichen Bilder live übertragen wurden. Ich war geschockt. Erst dachte ich, der muss betrunken sein, oder er hatte einen Herzinfarkt am Steuer. Nun wissen wir aber, dass dem nicht so war. Es war ein zielgerichteter Anschlag.

F: Waren die Sicherheitsvorkehrungen ausreichend?

A: Gegen eine solche Wahnsinnstat kann es keine absolute Sicherheit geben. Es war so ähnlich wie bei den Anschlägen mit den Flugzeugen auf die Twin Towers in New York. Bevor sie geschahen, konnte sich auch kaum jemand vorstellen, dass solche Anschläge verübt werden könnten.

F: Werden die Niederländer auch in Zukunft ihren ,,Koninginnedag‘‘ gemeinsam mit der königlichen Familie feiern können, oder hat dieser Anschlag nun alles verändert?

A: Wir werden ihn wieder feiern. Wir und die königliche Familie können es uns gar nicht leisten, diese phantastische Tradition aufzugeben. Dieser ,,Koninginnedag‘‘ ist ein Symbol der Monarchie, ein Symbol für Stabilität, ein Symbol für die Kontinuität der Monarchie. Die Königin muss als Staatsoberhaupt für alle sichtbar sein und bleiben.

F: Hat der Anschlag auf die Monarchie diese geschwächt oder eher gestärkt?

A: Der Anschlag hat die Monarchie gestärkt. Die Sympathie für das Königshaus ist dadurch noch gestiegen. ,,Koninginnedag‘‘ ist so typisch niederländisch wie etwa das Schlittschuhlaufen oder das alljährliche St. Nikolaus-Fest. Am ,,Koninginnedag‘‘ feiern wir die Monarchie und uns selbst. Daher war dieser Anschlag auch an Anschlag auf uns alle, auf alle Niederländer. Aber wir beugen uns nicht der Gewalt.

F: Vielen Dank für das Gespräch.


Biografie Reinildis van Ditzhuyzen:

Seit 1980 hat Reinildis van Ditzhuyzen 15 Bücher, vor allem auf dem Gebiet der Kulturgeschichte, geschrieben. Sie ist bekannt als Sachverständige für Monarchie und Adel und für Universitätsgeschichte. Sie ist eine Expertin für Umgangsformen und Etikette. Dem niederländischen Königshaus sowie anderen Monarchien hat sie verschiedene Publikationen gewidmet.

Ihr Standardwerk über ,,Benehmen und Etikette‘‘ wurde seit 1999 bereits vierzehn mal aufgelegt. Auch ihr Etikettenkalender, mit Fragen und Antworten über das korrekte Benehmen im Alltag, ist sehr erfolgreich.

3.5.2009


/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 04. Mai 2009 um 09:17 Uhr
 

Anschlag auf Königin Beatrix der Niederlande

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Volksfest wird zum

koninginnedag-apeldoorn-beatrix-maxima-willem-alexander

Albtraum

 

Anschlag

auf Königin

Beatrix

 

 

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Es war wie im Film. Als hätte Hollywood alles inszeniert. Ein schwarzer Pkw rast durch die Menschenmenge, Körper fliegen durch die Luft. Königin Beatrix sitzt wie erstarrt in ihrem Bus. Sie fährt gerade mit ihrer Familie durch die Innenstadt von Apeldoorn, feiert mit dem Volk ,,Koninginnedag,‘‘ den Nationalfeiertag der Niederlande. Doch der Amok-Fahrer hat es auf sie abgesehen. Er will den Bus, in dem Ihre Majestät ist, rammen. Millionen erleben alles live am Fernseher mit. Zehntausende sind am Tatort. Die Königin ist geschockt, viele Niederländer mit ihr. Ist das ein gezielter Anschlag auf die Monarchie, fragen sie sich.

 

 

Königin Beatrix geschockt

 

Orginalton Königin Beatrix:

Koninginnedag afgelast

Naar aanleiding van de verschrikkeijke gebeurtenis in Apeldoorn zijn de verdere activiteiten in het kader van Koninginnedag afgelast.

Hare Majesteit de Koningin deelt, mede namens de andere leden van de Koninklijke Familie, mee zeer geschokt te zijn door de gebeurtenissen en leeft intens mee met de slachtoffers en hun verwanten.

30 april 2009

 apeldoorn-anschlag


Fest steht: Am Nationalfeiertag der Niederlande, dem ,,Koninginnedag‘‘ 30. April, an dem die Monarchin mit ihren Landsleuten jedes Jahr ein großes Volksfest feiert, fand nach allen bisher vorliegenden Informationen ein Anschlag auf Königin Beatrix und ihre Familie statt. Dabei kamen fünf  Menschen ums Leben, 13 wurden verletzt, fünf davon schwer.

Apeldoorn-Anschlag

 

Nach Informationen der Polizei handelt es sich aber ,,nicht um einen terroristischen Anschlag,‘‘ wohl aber um einen Anschlag auf die königliche Familie. Der Täter sei ein 38jähriger Niederländer, der den Anschlag ,,gezielt geplant hatte,‘‘ sagte Fred de Graaf, Bürgermeister von Apeldoorn auf einer Pressekonferenz. Die königliche Familie und Königin Beatrix blieben unversehrt. Die sichtlich emotional aufgewühlte Königin wandte sich am Donnerstag Abend in einer Fernsehansprache an ihr Volk und sagte: ,,Es ist ein schreckliches Drama geschehen. Ich bin entsetzt und sprachlos, dass so etwas passieren konnte. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und den Familienangehörigen der Opfer.‘‘

 Alles begann so schön. Strahlender Sonnenschein in Apeldoorn, ausgelassene Stimmung, orangefarbene Flaggen überall.

 Doch dann rast ein schwarzer Suzuki Swift um 11.50 Uhr in Apeldoorn plötzlich durch die Menschenmenge. Der Kamikaze-Fahrer durchbricht mehrere Absperrungen. Er überfährt rücksichtslos jeden, der im Weg steht, auch Kinder, die gerade ihrer Königin Beatrix zujubeln.

 Denn Ihre Majestät fährt gerade in einem offenen Bus mitsamt ihrer ganzen Familie durch die Stadt. Der Suzuki-Fahrer hatte die Königin im Visier. Denn in dem Moment, in dem der Bus mit Ihrer Majestät eine Kurve nehmen wollte, raste der Kamikaze-Fahrer mit Vollgas auf den königlichen Bus zu. Doch das mutmaßliche Attentat scheitert. Es kam nicht zum Zusammenprall, da der Suzuki aus der Spur geriet und gegen ein von einem Eisenzaun umrahmtes Denkmal prallte. Das Denkmal, am 9. März 1901 für die Oma von Beatrix, die damalige Königin Wilhelmina, erbaut, rettet der heutigen königlichen Familie das Leben.

 

willem-alexander und maxima geschockt durch anschlag

Königin Beatrix, Kronprinz Willem-Alexander, Prinzessin Maxima und die anderen Mitglieder im Bus sehen alles. Sie sehen wie er schwarze Suzuki, der ihren Bus rammen wollte, auf das Eisengitter des Denkmals prallt. Sie springen auf. Nur die 71jährige Königin Beatrix bleibt sitzen. Maxima hält sich die Hand vor den Mund. Blankes Entsetzen spricht aus ihren Gesichtszügen. Auch ihrem Gatten, Thronfolger Willem-Alexander, steht der Schreck ins Gesicht geschrieben. Königin Beatrix wird von ihnen getröstet. Aber auch sie sieht, was passiert. Einige Stunden später lässt sie mitteilen, dass sie ,,entsetzt‘‘ sei über das, was passiert ist.

Aber: Wenn der Kamikaze-Fahrer Kurs hätte halten können, dann hätte er den königlichen Bus genau an der Stelle gerammt, an der Königin Beatrix saß.

Das niederländische Fernsehen berichtete, dass bei dem Fahrer des Suzuki detaillierte Karten und Pläne gefunden wurden auf welcher die Route die die königliche Familie per Bus durch Apeldoorn fahren wollte, eingezeichnet war.
Sicherheitsbeamte entfernten aus dem Kofferraum des schwarzen Pkw´s zahlreiche Kabel und Drähte.

Hinweise, wonach sich eine Bombe im Auto befunden haben soll, wurden jedoch nicht bestätigt.

 


Der Amok-Fahrer raste mit sehr hoher Geschwindigkeit durch die Menschenmenge, dass die Passanten regelrecht durch die Luft geschleudert wurden. Vier Menschen überleben nicht.

Die königliche Familie wird eiligst an einen geheim gehaltenen Ort in Sicherheit gebracht. Alle Feierlichkeiten werden abgesagt. Die Flaggen in den Niederlanden wehen seit gestern Nachmittag auf Halbmast. Die Freude schlägt um in Trauer und Entsetzen.

Noch nie hatte es am ,,Koninginnedag,‘‘ dem Nationalfeiertag des Landes, einen solchen Zwischenfall gegeben. Denn der ,,Koninginnedag‘‘ ist seit Jahrzehnten immer ein ganz großes Volksfest. Es wird gefeiert, getanzt, gelacht, geflirtet, geschunkelt, getrunken, gegrillt. Die Königin kommt zum Volk. Das Volk feiert mit der königlichen Familie.

,,Oranje boven‘‘ - es lebe Oranje, schallt es dann überall in den Niederlanden. Es herrscht am 30. April Oktoberfest-Stimmung in den Niederlanden.

Doch dieser ,,Koninginnedag 2009‘‘ ist anstatt zu einem freudigen zu einem traurigen Tag geworden.

Falls sich herausstellen sollte, dass der Fahrer des Pkw, der wie ein Art Selbstmordattentäter auf den königlichen Bus zuraste, politische Motive hatte, wird dieser ,,Koninginnedag 2009‘‘ noch ein langes und vor allem ein politisches Nachspiel haben.

Einen fröhlichen und entspannten Koninginnedag wird es künftig in den Niederlanden wohl nicht mehr geben. Schade.

 

 

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 01. Mai 2009 um 11:27 Uhr
 

Geert Wilders dreht neuen islamkritschen Film

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Islamkritiker Geert Wilders dreht neuen Film über

den Islam

Unterstützung aus Hollywood

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Sein erster Film ,,Fitna'' sorgte weltweit für Aufsehen. Jetzt will der niederländische Politiker und Islamkritiker Geert Wilders einen neuen drehen. ,,Mein zweiter Film wird der westlichen Welt den Spiegel vorhalten. Darin werde ich zeigen, wie weit die Islamisierung in vielen westlichen Ländern bereits fortgeschritten ist. Der neue Film wird keine schlichte Fortsetzung von Fitna sein. Aber er wird ebenso provozierenden sein wie ,,Fitna‘‘ und soll zum Nachdenken über den Islam anregen.‘‘ Mit diesen Worten kündigte Wilders in einem Interview mit der Amsterdamer Zeitung ,,de Telegraaf‘‘ seine neuen Filmpläne an. Er hatte sogar noch eine Überraschung parat. ,,Ich werde Unterstützung aus Hollywood und aus New York erhalten.‘‘ Wer die Filmproduzenten und eventuellen Geldgeber für sein neues Filmprojekt sind, das wollte Wilders allerdings nicht enthüllen. Er kündigte jedoch an, dass er in der kommenden Woche wieder in die USA reisen werde, um dort Gelder für seinen neuen islamkritischen Film einzusammeln und mit potenziellen Produzenten über den Inhalt seines neuen Filmes zu reden. Falls die US-Produzenten mit denen er in Gesprächen sei, mit in das neue Filmprojekt einsteigen, dann sei auch nicht auszuschließen, dass sein neuer islamkritischer Film in die Kinos komme, meint Wilders.

Film Fitna

 

 ,,Fitna,‘‘ erlebte im März 2008 auf einer Internetwebsite seine Weltpremiere.

Der Film ,,Fitna‘‘ ist eine Collage aus Koran-Zitaten mit Bildern von zur Gewalt aufrufenden islamischen Geistlichen und gewalttätigen Gräuelszenen, die fundamentalistische Islamisten und deren Opfer zeigen. Im Vorfeld der Publikation des Films ,,Fitna‘‘ hatte die Haager Regierung vergeblich versucht, Wilders unter Druck zu setzen. Er sollte den Film nicht drehen. Er sollte bestimmte Szenen schneiden oder weglassen, forderte sie. Aber Wilders übte keine Selbstzensur und setzte sein Projekt durch. Inzwischen haben nach Angaben des niederländischen Politikers ,,Millionen von Menschen in der ganzen Welt den Film ,,Fitna‘‘ gesehen.‘‘ In die USA, Israel und nach Italien wurde Wilder eigens eingeladen, um seinen Film dort zu zeigen. Die britische Regierung jedoch erteilte dem Chef der ,,Partei für die Freiheit‘‘ (PVV) Geert Wilders, dessen Partei neun der insgesamt 150 Sitze im Haager Parlament stellt, kürzlich ein Einreiseverbot. Wilders wurde auf dem Londoner Flughafen Heathrow verhaftet, einige Stunden festgehalten und dann wieder auf eine Maschine Richtung Amsterdam gesetzt und damit abgeschoben, obwohl er eine Einladung von einem britischen Lord in der Tasche hatte. Wilders sollte seinen umstrittenen Film im britischen Oberhaus zeigen. Dort war er denn auch zu sehen, aber ohne Geert Wilders. Die britische Regierung hatte Wilders zur ,,unerwünschten Person‘‘ erklärt, die die ,,innere Sicherheit‘‘ Großbritanniens gefährden könne. Wilders wertete das britische Einreiseverbot als ,,einen Kniefall vor dem Islam.‘‘

In den Niederlanden soll nun gegen Wilders wegen des Verdachts auf Diskriminierung, des Aufrufs zum Hass und der Beleidung einer Bevölkerungsgruppe ein Strafverfahren eingeleitet werden, urteilte ein Amsterdamer Gericht. Doch das Urteil der Amsterdamer Richter ist kurios. Denn vor rund einem Jahr als Wilders seinen islamkritischen Film ,,Fitna‘‘ erstmals im Internet zeigte und zahlreiche Muslime bereits Strafantrag gegen ihn gestellt hatten, kam die niederländische Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, dass die Islamkritik des Abgeordneten Wilders vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt sei. Wilders habe nicht diskriminiert und schon gar nicht zum Hass gegen eine Bevölkerungsgruppe aufgerufen, hieß es seinerzeit. Nun sehen andere Juristen im Richteramt das plötzlich ganz anders. Sie fordern einen Strafprozess gegen den Islamkritiker Wilders. Wilders hat gegen diesen Entscheid beim höchsten Gericht der Niederlande, dem ,,Hooge Rad,‘‘ Beschwerde eingelegt. Ein Urteil gibt es noch nicht. 

 

Das aber will der streitbare Geert Wilders, erkennbar an seiner blondierten Mozart-Frisur, nicht abwarten. ,,Ich will dieses Urteil nicht abwarten. Ich gehe jetzt wieder in die Offensive. Ich werde den Islam noch härter attackieren als bisher,‘‘ kündigt er an.
In einem ähnlichen Fall hatte der ,,Hooge Rad‘‘ der Niederlande jüngst geurteilt, dass man eine Religion beleidigen dürfe, die Gläubigen aber nicht. Das höchste Gericht der Niederlande sprach in letzter Instanz einen Niederländer frei, der nach der Ermordung des islamkritischen Filmemachers Theo van Gogh durch einem Moslem-Fanatiker im November 2004 ein Poster in sein Fenster gehängt hatte. Darauf stand: ,,Wir gehen vor dem Islam nicht in die Knie.‘‘ Der Mann war von zwei niederländischen Gerichten zunächst wegen Diskriminierung verurteilt worden. Doch diese Urteile hob der ,,Hooge Rad‘‘ auf und urteilte, dass eine solche Aussage durch das Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt sei.

16.4.2009

Geert Wilders in der satirischen niederländischen TV-Show ,,Bij Jensen''

 

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 18. April 2009 um 10:01 Uhr
 

Iran wieder salonfähig -Erfolg für Maxime Verhagen

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Haager Afghanistan-Konferenz

 macht Iran wieder salonfähig

Iraner und Amerikaner reden wieder miteinander und essen in Den Haag gemeinsam Seezunge

Erfolgreiche Afghanistan-Konferenz für die Niederlande und  für den Haager Außenminister Maxime Verhagen

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Bob ist gesprächig. Anders als die meisten seiner 3500 Polizeikollegen, die rund um das Haager World Forum, wo die Konferenz über die Zukunft Afghanistans stattfindet, für Sicherheit sorgen, ist der junge Polizist zu einem kleinen Plausch bereit. ,,Alles läuft wie im Drehbuch. Dazu noch das tolle Wetter. Da haben wir auch noch mit eingeplant und extra für die Konferenz bestellt,‘‘ scherzt Bob. ,,Hillary Clinton wird gute Erinnerungen an Den Haag haben.‘‘ Das wird die US-Außenministerin bestimmt. Denn von ihrer Royal Suite im feudalen Haager Kurhaus-Hotel des Badeorts Scheveningen konnte Hillary am Dienstag Morgen, als sie aufwachte und aus dem Fenster sah, einen traumhaften Blick genießen. Wolkenloser Himmel, strahlender Sonnenschein, klare Luft, sanfter Wellenschlag der Nordsee, gigantische Weitsicht - im Süden bis zum anderen Haager Badeort Kijkduin, im Norden bis hinauf nach Noordwijk an Zee. Einfach traumhaft. Trotzdem: Hillary Clinton war eine der ersten, die auf der Haager Afghanistan Konferenz eintraf. Nur der einzige Erzfeind der USA, der Iran und dessen Vertreter Mohammed Mahdi Akhounzahdeh und natürlich der Gastgaber, der niederländische Außenminister Maxime Verhagen, waren noch eher da als die US-Außenministerin. Zu den ,,Early Birds‘‘ den Frühaufstehern, die schon eineinhalb Stunden vor dem offiziellen Kongressbeginn um 10.45 Uhr am gestrigen Dienstag in dem wie eine Burg gesicherten Kongresszentrum World Forum in Den Haag eintrafen, gehörte auch EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner. Sie hatte schon für 9.30 Uhr zur Pressekonferenz geladen und kündigte weitere zusätzliche 60 Mio. Euro an Finanzhilfe für den Wiederaufbau Afghanistans an. Bis 2013 will die EU-Kommission per Saldo 700 Mio. Euro in Afghanistan investieren. Nicht zuletzt auch für den guten Ablauf der Wahlen am Hindukusch, die für August dieses Jahres geplant sind.
Als letzter der vielen prominenten Gäste auf dem Haager Afghanistan-Gipfel und noch nach UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon arrivierte der afghanische Staatspräsident Hamid Karzai. Begrüßt wurde er wie alle anderen Teilnehmer der 72 Länder an dieser Mammut-Konferenz vom niederländischen Außenminister Maxime Verhagen. Der fragte den Präsidenten direkt: ,,Haben Sie gut geschlafen?‘‘ Antwort: ,,Ja hervorragend.‘‘ Kein Wunder Präsident Hamid Karzai ruhte in königlichen Gemächern. Denn Königin Beatrix hatte ihm den Gästetrakt ihres Schlosses Noordeinde zur Verfügung gestellt. Nur Staatsoberhäupter, die in den Niederlanden zu Gast sind, dürfen dort nächtigen. Dafür musste sich Präsident Karzei aber mit einer Aussicht auf einen wunderschönen Stadtpark begnügen und hatte nicht die am gestrigen Dienstag wirklich blau schimmernde Nordsee vor Augen, die Hillary Clinton sah, als sie in ihrer königlichen Suite im Kurhaus-Hotel wach wurde.
Bevor die Karawanen der Luxuslimousinen - insgesamt waren es 300 - das Haager Kongresszentrum erreichten konnten, fuhren sie über eine autofreie Stadtautobahn, die für den gesamten übrigen Verkehr gesperrt war. Kurz vor der Ankunft passierten sie das Flaggenmeer. Denn alle Nationalflaggen aller 72 Teilnehmerländer - und natürlich auch die der EU und der Nato - waren vor dem World Forum aufgezogen worden. Allerdings hingen sie etwas schlapp am Mast. Das angenehme wolkenlose Frühlingswetter hatte für die Fahnen nämlich keine Brise parat, um sie flattern zu lassen.
Kongress-Auftakt. Die üblichen Ansprachen. Der Haager Ministerpräsident Jan Peter Balkenende, der zum ,,Schulterschluss mit den afghanischen Volk aufruft. Hamid Karzai, der sich namens des afghanischen Volkes für die Hilfe, die die internationale Völkergemeinschaft seinem Land gönnt, bedankt. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, der Karzai weitere Hilfe der UNO verspricht, ebenso wie das EU-Außenkommissarin Ferrero Waldner und US-Außenministerin Hillary Clinton es bereits angekündigt hatten. Denn auch die USA pumpen weitere 40 Mio. Dollar (30 Mio. Euro) in den Wiederaufbau Afghanistans. Hillary hatte aber noch einen anderen bemerkenswerten Vorschlag: Aussöhnung mit den Taliban und Wiederherstellung ihrer Ehre, wenn sie sich vom islamistischen Terrorismus lossagen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier schlug vor, ein Luftraum-Überwachungssystem für Afghanistan aufzubauen, um die Taliban leichter aufspüren zu können.
Nach den vielen Reden bekommt man Appetit. Und wo könnte man eine Konferenz erfolgreicher fortsetzen als während eines guten Essens in einem informelleren Rahmen. Sternekoch Erik van Loo und sein Team tischten auf. Vorspeise: Gegarte Artischockenherzen mit Flusskrebsen und pochiertem Ei. Hauptgericht: Mit Seebarsch gefüllte Seezungenfilets, eine Crème aus Erbsen auf Beurre blanc Sauce. Dann der Nachtisch:
Yoghurteis, gefüllt mit Ananas-Gelee auf einer weichen Mango-Créme. ,,Es war schon ganz schön schwer, für so viele Gäste aus so vielen unterschiedlichen Ländern und mit so vielen verschiedenen Geschmäckern ein Menü zusammen zu stellen,‘‘ sagt Starkoch Erik van Loo (zwei Michelin-Sterne). ,,Aber ich glaube, in meinem Menü war für jeden etwas Passendes dabei.‘‘
So tafelten zum ersten Mal seit 39 Jahren Regierungsvertreter der USA und des Iran in Den Haag wieder gemeinsam an einem Tisch. Eine kleine Sensation, wenn man bedenkt, dass das Mullah-Regime in Teheran von der einstigen Administration des früheren US-Präsidenten George W. Bush noch bis vor wenigen Monaten als der ,,Achse des Bösen‘‘ zugehörig bezeichnet wurde, und die Mullahs in Teheran in den USA und in George W. Bush ,,den großen Satan‘‘ sahen. Auch für eine Versöhnung können solche Konferenzen gut sein. Bei gutem Essen geht das leichter, weiß man auch in Den Haag.

 

Drogenanbau in Afghanistan

                                                Drogenanbau in Afghanistan

Iran wieder salonfähig

Am Rande der Afghanistan-Konferenz in Den Haag haben die USA und der Iran erstmals seit 30 Jahren wieder direkte diplomatische Gespräche geführt.

Richard Holbrooke, der Sonderbeauftragte von US-Präsident Barack Obama für Afghanistan und Pakistan, traf sich mit dem iranischen Außenamtsstaatssekretär Mahdi Akhounzadeh in Den Haag. Das Gespräch sei in einer ,,freundlichen, fast herzlichen Atmosphäre verlaufen,‘‘ erklärte die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton. Man habe abgesprochen ,,in Zukunft in Kontakt zu bleiben.‘‘ Der Iran habe ferner erklärt, er wolle den Aufbau in Afghanistan voll unterstützen, im Kampf gegen den Drogenanbau und -handel in Afghanistan ebenfalls mitwirken. Der iranische Staatssekretär Mahdi Akhounzadeh erklärte jedoch auch, dass ausländische Truppen in Afghanistan ,,keinen Frieden bringen können.‘‘
Die Teilnahme Irans am Afghanistan-Gipfel in Den Haag wurde von fast allen 71 anderen Regierungsdelegationen positiv bewertet. Die USA und der Iran leben quasi seit der Besetzung der amerikanischen Botschaft 1979 in Teheran auf ,,Kriegsfuß‘‘ und hatten keine Kontakte mehr auf Regierungsebene. Nun hat der neue US-Präsident Barack Obama durch seien Video-Botschaft dem Iran ,,die Hand gereicht,‘‘ wie EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner sagte, und der Iran ist offenbar bereit, diese Geste positiv zu beantworten.
Das ist eine politische Sensation, wenn man bedenkt, dass das Mullah-Regime in Teheran von der einstigen US-Administration des früheren US-Präsidenten George W. Bush noch bis vor wenigen Monaten als der ,,Achse des Bösen‘‘ zugehörig bezeichnet wurde, und die Mullahs in Teheran in den USA und in George W. Bush persönlich ,,den großen Satan‘‘ sahen.

Fazit: Schon allein deshalb ist der Haager Afghanistan-Gipfel ein großer Erfolg geworden und erhält durch die neue Annäherung zwischen den USA und dem Iran eine historische Dimension.


31.3.2009

www.hetzelmedia.com

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 01. April 2009 um 18:29 Uhr
 


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