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Die Renditeperle

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Die Renditeperle

Holländische Binck Bank profitiert von der Krise


Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Man kann auch von der Krise profitieren und sogar als Bank noch gut Geld verdienen. Wie? Der niederländische Internetbroker Binck Bank beweist es. Mitten in der aktuellen Börsen-Baisse wächst und gedeiht die niederländische Internetbank wie Kohl. Binck Bank ist eine Erfolgsstory. Das Institut legte für 2008 gerade ein überraschend gutes Ergebnis vor, das mit einem operativen von Sondereinflüssen korrigierten Nettoergebnis von 64,1 Mio. Euro oder 0,83 Euro je Aktie nur um 4 % unter dem Vorjahresresultat liegt. Nicht schlecht.
Spektakulär entwickelte sich die Anzahl der Binck-Kunden. Sie stieg in 2008 um 37 % auf 293.236.
Die Binck-Bank, die im vergangenen Jahr den Branchenkonkurrenten Alex übernahm, ist außer in den Niederlanden auch in Belgien und seit Mitte 2008 auch in Frankreich aktiv. Sie hat weitere Expansionspläne.

,,Der steigende Kundentrend hält sogar im ersten Quartal 2009 an,‘‘ stellt Binck Bank-Chef Thierry Schaap fest. ,,Wir haben eine große Anzahl von sehr aktiven Kunden, die auch in der Börsen-Baisse weiter handeln und sich nicht entmutigen lassen. Die Hold-Kunden, die momentan versuchen, die Krise auszusitzen, sind bei uns in der Minderheit.‘‘
,,Das Ergebnis der Binck Bank ist einfach super und übertrifft die Markterwartungen,‘‘ meint Thijs Berkelder von der Geschäftsbank Petercam. An der Amsterdamer Börse legten die Aktien der Internetbank gestern um 1,66 % auf 5,52 Euro zu. Das Konzept der Bick Bank unterscheidet sich fundamental von dem der ING Direkt, das sich hauptsächlich auf Sparen und auf Hypotheken beschränkt, während die Binck Bank Privatanlegern eine professionelle Handelsblattform für ihre Börsengeschäfte auf dem Internet bietet. Der Internetbroker kassiert je Transaktion eine Provision von sechs Basispunkten. Die Titel haben auf Basis der aktuellen Gewinnschätzungen ein KGV von 6. Außerdem schüttet die Binck Bank ihren Aktionären für 2008 eine Dividende von 0,41 Euro je Aktie aus, woraus sich eine stolze Dividendenrendite von 7,42 % errechnet. Die Titel haben weiteres Kurspotenzial und profitieren von der Krise. Der Internetbroker ist mit einer Kernkapitalquote (Tier 1 Ratio) von 15 % außerdem solide finanziert. Andere Banken sollten sich ein Beispiel an der Binck Bank nehmen. Es geht auch anders.
10.3.2009

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 11. März 2009 um 15:32 Uhr  
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